Go East 2026.
Du wolltest es schon immer tun und hast Dich nie getraut?
Am 18. April war die Gelegenheit.
Resultate '26
Go East 2026 war ein Rennen, das am Samstag gewonnen wurde. An diesem sehr guten FLugtag wurden die Kilometer gemacht. Am Sonntag war Laufen angesagt.
Herzliche Gratulation an Jan, der seinen Titel verteidigte. Herzliche Gratulation an alle Teilnehmenden. Viele haben persönliche Rekorde erflogen. Danke allen fürs Mitmachen. Er war ein toller Event!


Rennberichte

Rennbericht Go East 26
Was für ein Rennen! Erstmals kann ein Go East gleich am ersten Datum abheben. Die Wetterprognose für den Samstag ist hervorragend: Labile Luft, Sonne und ein schwacher Nordwestwind. Für den Sonntag wird eine Kaltfront erwartet, aber das tut der guten Stimmung am Start keinen Abbruch. Dann geht es halt zu Fuss weiter.
Das Startfeld ist nochmals gewachsen. Die Mehrzahl sind Wiederholungstäter aber auch einige Neulinge sind mit dabei. Endlich funktioniert es auch für Andy, der sich schon drei Mal anmeldete, aber wegen der Verschiebungen nie teilnehmen konnte. Mit Franzi aus Chur, die extra wegen Go East in den DCZO kam, hatten wir auch eine Pilotin mit am Start. Franzi hat ihre Zunft würdig vertreten, aber davon lesen wir noch. Spontan hat sich noch Tennesse, ein Pilot aus dem Tessin zu uns gesellt. Wir nehmen ihn spontan in die Plausch-Kategorie auf.
Nach dem Start laufen wir durch Wald, biegen in den Sagenraintobel ab und haben noch Zeit für Gespräche. Die Vorfreude aufs Fliegen ist greifbar. Der 600-Meter-Hike auf die Scheidegg wird teilweise zügig angegangen. Eine Spitzengruppe mit Franzi setzt sich ab und hat schnell einen guten Kilometer Vorsprung. Kurz vor 12 Uhr sind aber alle Teilnehmer am Startplatz.
Der Start
Oben angekommen sind sogar Zuschauer anwesend, ein Novum! Die Stimmung ist super und wird noch besser als wir erfahren, dass der Segelflugraum Bachtel Ost geöffnet ist! Um Punkt 12:00 Uhr starten die ersten Go Eastler. Und sie steigen! Jan, Gübi und Flo schrauben sich in die Thermik. Danach folgen Kaspar, Thomas S. und Zumbi. Bis 12:45 Uhr sind die meisten unterwegs. Niemand säuft ab! Bravo!
Stolperstein Speer
Die Spitzengruppe fliegt die Standardroute in Richtung Rickenpass. Die Querung gelingt dank der grossen Höhe problemlos. Fast alle fliegen weiter in Richtung Speer und Federi. Was so einfach erscheint, wird dann doch schwierig. Um die frühe Mittagszeit geben die Westhänge des Tanzbodens nur wiederwillig Thermik ab. Wer den Zyklus verpasst, ist rasch am Boden. Die grosse Höhe ist dann in Minuten weg. Einige Athleten stehen nach gutem Start hier schon am Boden. Roger kann sich auf die Hüsliberg-Seite retten und findet mit viel Geduld oberhalb von Rufi wieder in die Thermik.
Zum Glück ist es noch früh am Tag und gute Startplätze sind in Laufweite. Pit findet oberhalb Altwies geeignetes Startgelände und er kann seine Reise fortsetzen. Sein zweiter Flug führt ihn über die Churfirsten bis nach Sargans. Kaspar und Tennesse müssen ebenfalls zwischenlanden. Sie starten in der Nähe vom Tanzboden und kommen beide wieder in die Luft!
Auch Andrea kann noch einmal zu einem Startplatz gelangen, findet aber keinen Anschluss mehr und beendet das Rennen am Speer. Sammy kommt bis Rufi. Vielen Dank euch fürs Mitmachen!
Amden
Der Nordwestwind sorgt im Lee vom Mattstock und Speer für einige Spülgänge. Wer hier den rettenden Schlauch nicht packt oder zu mutig in Richtung Churfirsten fliegt, muss in Amden oder am Arvenbüel landen. So ergeht es Roger und auch Simon G, der eine spannende Route über das Toggenburg flog. Simon läuft noch auf den Flügenspitz, der Name lässt startbares Gelände vermuten, was sich leider als Trugschluss erweisst. Auch Roger versucht wieder in die Luft zu kommen, muss aber ohne Flug bis Starkenbach im Toggenburg absteigen.
Churfirsten vom feinsten
Wer den Speer überwunden und am Mattstock bei Amden aufdrehen kann, dem stehen die Churfirsten mit phantastischen Bedingungen offen. Thomas S. schreibt: «Churfirsten total entspannt und sidefiin, Basis 2700 - wow!». Ähnliches haben Jan, Gübi, Flo, Erich und viele andere erfahren. Für einige ist die Walenseequerung eine Premiere. Herzlichen Glückwunsch!
So geht es auch Bino und Lino. Sie fliegen bis nach Mels und laufen weiter bis Sargans – ein neues «personal best» bei Go East.
Wer über den Walensee fliegen will, braucht viel Höhe oder viel Mut. Letzteren beweist Franzi. Sie stiegt recht tief in die vermeintliche Autobahn ein, muss dann aber die wenigen Landeplätze bis Walenstadtberg stets im Auge behalten. Letztlich reicht es bis Sargans. Ist jemand bei seinem allerersten Flug von der Scheidegg je weiter gekommen?
Richtung Appenzell: Go East wörtlich genommen
Nicht alle haben die Chrufirsten-Variante gewählt. Am Ricken und am Speer sind Danilo, Sander, Patrick, Daniel, Werner und ich nach Osten abgebogen. Danilo kommt bis Ebnat-Kappel und setzt seinen Weg zu Fuss fort. Daniel kommt weiter bis nach Wildhaus und beendet dort das Rennen. Etwas weiter oberhalb muss auch Thomas B. landen und läuft von dort aus weiter Richtung Osten ins Rheintal.
Die Thermik im Toggenburg ist launisch und das bekamen alle Teilnehmer zu spüren. Patrick findet Anschluss und kommt weit ins appenzellische bis Gonten. Er ist im Plausch-Modus, nimmt daher einfach mal die Kronberg-Bahn und fliegt weiter bis Wasserauen. Ein schönes Flug-Abenteuer.
Auf gleich drei und damit auf die meisten Flüge kommt Werner. Im ersten Flug erreicht er die Höchalp, südlich von Urnäsch. Dort wieder hinaufgelaufen schafft er es bis Urnäsch, mehr ist bei dem Talwind nicht möglich. Von dort aus läuft er auf den Kronberg und erreichte den Gipfel gegen 19:00 Uhr. Es reicht immerhin noch für einen Abgleiter bis Gonten. Eine tolle Leistung!
Sander vollzieht einen echten Panoramoflug im Toggenburg. An der Schwägalp kommt er an die Basis, fliegt direkt am Säntis vorbei und in allerbester Position am Hohen Kasten wendet er zurück nach Westen. Wahrscheinlich locken die Appenzeller Biber mehr als das greifbar nahe Österreich.
Ich selbst brauche im Appenzell zweimal eine gehörige Portion Glück, um nicht abzustehen. Dann geht es am Säntis vorbei zum Hohen Kasten, anders als Sander fliege ich mit Ostkurs über das Rheintal und es reicht bis nach Bludesch / Österreich.
Sargans
Kehren wir zur Spitzengruppe zurück. Die Vorderen können am Gonzen erneut Höhe machen und den Luftraum von Bad Ragaz überfliegen. Dies gelingt auch Erich! Bereits zweimal schaffte es Erich bis Sargans, wo ihn dann die Aussicht, den Luftraum zu Fuss zu überwinden doch abschreckte. Diesmal fliegt er einfach darüber und landet erst nach 80 km auf dem Stelserberg. Eine sehr gute Leistung!
Über den Luftraum fliegt auch Kurt, der in Jenins landet. Er hat aber noch Termine und eilt zurück ins Oberland. Insgesamt ist der Anschluss an der Falknis turbulent und nicht gratis. Simon W. gleitet noch über die Bündner Herrschaft und landet in Landquart.
Pit, der am Hüsliberg ein zweites Mal startete erreicht am späten Nachmittag ebenfalls Sargans. Herzlichen Glückwunsch! Franzi macht sich nach ihrer Landung auf dem Weg, den Luftraum zu Fuss zu durchqueren. Sie kommt in einer sehr guten Laufleistung, teilweise sogar joggend bis nach Fanas, wo ihr noch ein Abgleiter bis Schiers gelingt. Chapeau!
(Bild: Thomas S. im Prättigau)

Showdown am Vereina
Am Ende vom Prättigau versperren hohe, noch schneebedeckte Berge den Weiterflug ins Engadin. Nur einem Piloten gelingt es, diese Barriere direkt zu überwinden: Gübi. Er findet eine Route nördlich vom Piz Linard und ist so hoch, dass ihm das Lee, welches der Nordwest erzeugt nichts anhaben kann. Auf direktem Weg gleitet er bis Ftan, nur etwa fünf Kilometer vor Scuol. Herzliche Gratulation!
Alle anderen, die weiterkommen, weichen nach Nordosten aus. So fliegen Zumbi und Jan nach dem Chessler in das noch völlig verschneite Gebiet. Zumbi findet nördlich der Tällispitze eine Lücke und kann mit rund 70 Metern Höhe in Richtung Bielerhöhe nach Österreich queren. Leider gibt es danach keinen Anschluss mehr und er landet in Galtür.
Und was macht Jan? Er kann nördlich vom Winterberg, kurz vor dem 3'109 Meter hohen Gross Litzner aufsoren und nach Österreich fliegen. Er hat Glück und findet an der Silvretta-Hochalpenstrasse erneut Thermik. Via Samnaun quert er zurück ins Inntal und setzt kurz vor 18:00 Uhr seinen östlichsten Wendepunkt in der Nähe von Pfunds. Nach einer weiteren Stunde Flugzeit landet er sicher in Scoul. Was für ein Flug!
Einen ganz besonderen Krimi liefert uns Florian. Zuerst ist er sicher, dass er das Engadin erreicht, verliert dann aber viel Höhe und muss im Niemandsland im Schnee landen. Erst nach zwei Stunden kann er nach Klosters abgleiten, während sein Supporter Remo bereits im Engadin ist. Ihr könnt die ganze Geschichte in seinem Bericht nachlesen.
Alle weiteren Prättigauer Piloten bleiben in Klosters und Umgebung. Da ist Thomas S., der Go East nach einem 104-km-Flug abschliesst. Eine persönliche Bestleistung erreicht auch Andy, der erstmals bei Go East dabei ist und Klosters erreicht.
Einen aussergewöhnlichen Flug liefert auch Suti. Nach dem Gonzen fliegt er konsequent Ostkurs! Er überquert Liechtenstein und fliegt nördlich der Schesaplana in Richtung Arlbergpass. Nach 105 Kilometern landet er kurz vor 18:00 Uhr in Stuben am Arlberg. Wunderbar!
Im Rheintal
Viele Teilnehmer landen noch um Sargans herum. Tennesse schafft es in seinem zweiten Flug noch bis Haag. Thomas B gleitet nach Buchs. Zusammen mit Supporter Jürg starten sie eine Gitarren Jam-Session uns unterhalten uns im Chat prächtig mit E-Gitarrensoli! Ihr seid unglaublich!
Etwas weiter nördlich landet David. Er hat über den Churfirsten Ostkurs eingeschlagen und gleitet bis Nendeln Liechtenstein. Er hat noch sehr viel Energie und läuft direkt weiter. Er überquert die Grenze nach Österreich zu Fuss und sein Hike führt ihn etwa 900 Höhenmeter hinauf bis zur Feldkirchner Hütte. Auf der Vorderälpele findet er einen Startplatz und gleitet bis kurz vor Nenzing, Österreich.
Ein ganz besonderes Rennen liefert uns Kaspar. Der zweimalige Champion musste am Tanzboden zwischenlanden und ist nach nur knapp einer Stunde wieder airborne. Er schafft es, in Amden 2'000 Meter zu erreichen. Aber anders als alle Vorflieger wählt er den Weg nach Süden. Kaspar hängt am Kerenzerberg an und fliegt in Richtung Glarus. Das Ziel ist der Süden, vielleicht kann man am Sonntag im Tessin doch fliegen? Bei Elm erreicht Kaspar mehr als 3'200 Meter Höhe und der Weg in die Surselva ist frei. Am Segnaspass, überm Martinsloch quert er ins Bündnerland. Eine super Leistung jenseits der bewährten Pfade! Leider gerät Kaspar nach der Querung ebenfalls in das Sinken, ausgelöst vom Nordwestwind und kann nicht mehr anhängen. Er landet sicher in Ilanz und macht sich auf den Weg hinauf in die Surselva.
Hiking am Samstag
Nach dem wunderbaren Flugtag geht es zu Fuss weiter. Es ist warm, die Obstbäume stehen in voller Blüte, es läuft! Kaspar schafft gut 21km bis Ilanz, wo er unter dem gedeckten Eingangsbereich der Kirche einen Schlafplatz findet.
Danilo läuft im Toggenburg noch bis Nesslau, wo er an der lokalen Brauerei St. Johann das Rennen beendet – gut gewählt, zum Wohl! Andy, der bei seinem ersten Go East in Klosters landet, setzt seinen Weg noch zu Fuss in Richtung Davos fort. In der Nähe von Davos Laret findet er mit Mann und Hund einen schönen Ort zum Übernachten. Andy beendet das Rennen dort – ein tolles Debut!
Nach meiner Landung bei Bludesch laufe ich noch bis Bludenz, wo Bier und Pizza warten. Danach folgen noch drei Stunden wandern, einen schönen Veloweg entlang das Montafon hinauf. Bei Vandans ist gerade Feuerwehrfest, hier finde ich ein Quartier.
Auf der anderen Seite vom Arlbergpass hat Zumbi nach seinem spektakulären Flug seinen Weg nach Osten fortgesetzt. Er erreicht Ischgl.
Die Wetteraussichten haben sich am Samstagabend nicht mehr gebessert. Für die Morgenstunden des Sonntags ist Regen angesagt. Die meisten Teilnehmer beenden mit dem traumhaften Samstag auch das Go East und melden sich ab.
Ausdauerleistung am Sonntag
Das Meteo behält recht. An den meisten Orten hat es schon am Sonntagfrüh zum ersten Mal geregnet. In der Höhe hat der Nordwestwind auch aufgefrischt. Fliegen geht heute nicht.
Der Erste Post im Chat kommt von Kaspar – Punkt 6:30 Uhr. Es geht los! Kaspar startet von Sumvitg in Richtung Disentis. Minuten später sehen wir Bilder von Franzi, auch sie ist schon auf dem Weg. Franzi läuft von Schiers aus das Prättigau hinauf. Auch David setzt seinen Weg in Richtung Arlbergpass fort.
Jan und Zumbi beenden nach der Übernachtung in Ischgel und Scuol nun auch das Rennen. Herzlichen Glückwunsch zu euren grossen Distanzen!
Thomas B. macht sich als mutmasslich letzter auch auf den Weg und erreicht Lichtenstein. Die Jam Session hat wohl möglich ebensoviel Energie gekostet wie der anstrengende Flugtag? Wir werden es beim nächsten Go East erfragen. Ich selbst mache mich kurz nach 8 Uhr auch auf den Weg in Richtung Schruns, was ich kurz vor 10 Uhr erreiche. Das soll mir reichen und ich melde mich erschöpft und glücklich ab.
Nun sind nur noch Kaspar, Franzi, Thomas B. und David auf dem Weg. Thomas B. durchquert noch ganz Liechtenstein und erreicht um 12:30 Uhr Österreich. Eine super Leistung! Herzlichen Glückwusch und vielen Dank dir und Jürg für die blendende Unterhaltung!
Kurz vor 14:00 Uhr hat Franzi das gesamte Prättigau durchquert! Eine mega Leistung! Hinter Monbiel auf der Höhe vom Chessler meldet sie sich ab. Vielen Dank fürs Mitmachen!
Jetzt sind nur noch David und Kaspar im Rennen. Und sie laufen tapfer weiter. Kaspar erreich Disentis und biegt jetzt in Richtung Lukmanier ab. Aus Sicht von Go East bringt der Marsch durch die Surselva nur wenig Distanz. Das ändert sich mit dem Südkurs.
Kurz vor 6 Uhr erreicht David endlich Stuben am Arlberg. Hier beendet er das Rennen. Wenig später meldet Kaspar, dass er Campra im Tessin erreicht hat. Beiden sieht man an, dass sie eine anstrengende Wanderung absolviert haben. Kaspar hat immerhin das bessere Wetter in Campra.
Herzlichen Glückwunsch euch beiden zu dieser hervorragenden Leistung!
(Kaspar, David und Franzi)

Mein erstes Go East [Andy]
Bereits dreimal hatte ich mich angemeldet und nie konnte ich teilnehmen. Beim vierten Mal sollte es endlich klappen. Nach einem anstrengenden Nachtdienst mit immerhin fünf Stunden Schlaf holte mich Luis bei der Arbeit ab – ohne Schirm. Nun gut, also noch einmal zurück nach Hause und den Schirm holen.
Pünktlich am Bahnhof Wald blieb noch Zeit für ein wenig Smalltalk mit Pit, Gübi, Zumbi und Thomas. Was für eine coole Truppe sich hier versammelt hat! Den Nussbiber habe ich dankbar für „schlimmere Zeiten“ eingepackt – doch die sollten gar nicht erst kommen. Der Hike war dem Motto „Plauschwettkampf“ angemessen. Oben angekommen, erwarteten uns schon die ersten Fans. Richtige X-Alps-Stimmung!
Der Start war für die Scheidegg untypisch einfach und direkt. Es ging sofort hoch auf 1.700 m. Doch warum waren alle anderen höher als ich? Nun ja, erst mal losfliegen Richtung Höchhand und dann nachdenken. Ach ja, Thomas meinte noch, dass eventuell die TMA Bachtel freigegeben wird. In der Luft kontrollierte ich kurz die WhatsApp-Nachrichten. Da stand es: „Bis 14:15 Uhr frei.“ Danke fürs Abklären und Posten! Gut, dass ich nicht abgesoffen bin, das hätte mich gewurmt.
Erstaunlich einfach ging es weiter, immer schön den Wolken nach. Beim Atzmännig war ich zum ersten Mal unsicher: Richtung Appenzell und dann ins Lechtal oder doch lieber zu den Churfirsten? Die Wolken sahen im Osten in diesem Moment besser aus, doch die meisten flogen über den Ricken. Da ich diese Variante noch nie bis zum Walensee geschafft hatte, kehrte ich kurzerhand um und entschloss mich, der Mehrheit zu folgen.
Nach der Ricken-Querung ging es beim Regelstein direkt mit 4 m/s hoch. Die meisten flogen klassisch Richtung Hüsliberg, doch die Wolken standen – etwas untypisch – nördlich vom Speer besser. So flogen Simon Gübeli und ich weiter nördlich durch. Das ging erstaunlich gut. Doch wie kommt man von dort wieder nach Amden? Ich entschloss mich für die mutige Variante, durch das Lee des Speers zu fliegen, da der Wind bis dahin nicht stark war. Natürlich wurde ich mit Sinken belohnt. Dass es aber so knapp würde, hätte ich nicht gedacht. Da schoss mir erst mal der Puls in die Höhe!
Glücklich, wieder Anschluss gefunden zu haben, verlief von da an alles sehr geschmeidig. Dank Thomas Schneider, dessen Track ich auf dem Handy verfolgen konnte, bin ich dann mutig und zum ersten Mal hoch über die Churfirsten gebrettert. Was für ein majestätisches Gefühl! Keine Turbulenzen und einfach nur wunderschön. Beim Gonzen erwischte ich ebenfalls zwei sanfte Schläuche, die mich hoch über das Rheintal haben blicken lassen. Die Querung war ein Genuss, allerdings bereits mit viel Rückenwind. Hier konnte ich Thomas kurz aufholen und beobachten, wie wild es am Falknis zuging. Das hiess: Taktik ändern, Achter fliegen und hochsoaren. Auch das war ein Genuss.
Im Prättigau war dann aber mental Schluss. Bei bis zu 28 km/h Rückenwind und integriertem Steigen von bis zu 6 m/s machte sich mein Schlafmangel bemerkbar. Ich hatte die Hose gestrichen voll und entschloss mich, Gübi nicht mehr ins Engadin zu folgen. Dieser Teil muss auf ein andermal warten.
Nach einer guten Landung in Klosters wanderte ich noch ein paar Meter Richtung Davos, um dort mit Luis und unserem Hund Bowie die Nacht im Camper direkt am Fluss zu verbringen.
Was für ein verrückter Flug! Ohne die Gruppe wäre ich – allein aus Respekt vor all den Gruselgeschichten – sicher wieder nicht über die Churfirsten geflogen. Dank dieses einmaligen Events, das von Thomas Kamps super organisiert wurde, konnte ich nicht nur meinen weitesten Flug von der Scheidegg realisieren, sondern mir auch einen Traum erfüllen. Danke für die tolle Stimmung und das super Club-Event!

Mehr Fliegen als Wandern [Flo]
Für das diesjährige Go East 26 nutze ich das lange Osterwochenende für Lauf- und Flugtraining. Mir gefällt die wunderschöne Region um den Lac d’Annecy, somit kann ich mich vier Tage lang auf das Rennen vorbereiten.
Dieses Jahr habe ich zum zweiten Mal einen Supporter. Ich bespreche mit Remo die verschiedenen Varianten bei einem Nachtessen. Brauchen wir noch Schneeschuhe oder einen guten Regenschutz? Die Schneeschuhe lassen wir zu Hause – ob das ein guter oder schlechter Entscheid war, sehen wir später. Schnell wird uns klar, dass der Samstag fliegerisch nach einem potenziellen Hammer-Tag aussieht. Somit planen wir die Variante Engadin.
Am Samstag geht es los. Wir starten mit dem hike um 10:00 Uhr von Wald zur Alp Scheidegg. Geplanter Abflug ist um 12:00 Uhr. So können wir gemütlich wandern und das schöne Sagenraintobel geniessen. Auf der Alp Scheidegg erwarten uns schon viele Piloten und Zuschauer – schon fast X-Alps-Stimmung. Mein Göttimeitli kommt auch mit der Familie auf die Alp Scheidegg und feuert mich beim Start an.
Der Luftraum ist bis 2300m geöffnet – absoluter Luxus von der Scheidegg aus. Somit geht es direkt zum Atzmännig und danach über den Ricken. Gübi und Jan als Leader-Duo sehen schnell aus – einfach den Anschluss nicht verlieren, denke ich mir. Ich versuche, viel beschleunigt zu fliegen und nicht jede Thermik auszudrehen.
Vor den Churfirsten verliere ich Zeit. Zum ersten Mal während des Fluges schreie ich in die Luft, was ich da für einen «Seich» fliege. Ich schaue nach den Windwerten am Walensee und bei den Churfirsten und entscheide mich, direkt unter der Krete zu fliegen. Gübi und Jan sehe ich hoch über den Churfirsten – ob ich die noch einhole, frage ich mich.
Schnell geht es Richtung Gonzen, über das Rheintal und weiter zum Vilan. Ich merke, dass der Wind nun stärker wird, nutze ihn aber für die Prättigauer Autobahn.
Zeit, um mit meinem Supporter Remo zu kommunizieren, bleibt mir leider nicht, da ich schauen muss, dass mein Gleitschirm sauber über dem Kopf bleibt. Das Ampelsystem von Kari Eisenhut hilft mir – wir sind nun im orangen Bereich, zum Verschnaufen bleibt keine Zeit.

Der schwierigste Teil kommt aber erst noch: am Piz Linard vorbei ins Engadin. Bevor ich in der Nähe des Passes bin, schreie ich in die Luft: «Remo, du kannst auf den Autoverlad Vereina gehen!» Mit meinem Übermut verhaue ich die Querung ins Engadin. So gut geflogen – und innerhalb von zehn Minuten mache ich einen Fehler nach dem anderen.
Nun lande ich im Nirgendwo ohne Handyempfang. Letzte Nachricht von Remo: «Ich gseh dich nümm uf Burnair, alles klar?»
Ach du ******. Das Hochklettern im Schnee geht noch, aber mein Supporter bekommt hoffentlich keine Angst, dass mir etwas passiert ist. Für ein weiteres Mal in meinem Leben hätte sich ein Satellitentelefon gelohnt. Nach langem Marsch durch knietiefen Schnee erreiche ich einen Startplatz, der reicht, um aus diesem ruhigen Vernela-Tal zu starten.
In der Luft rufe ich sofort Remo an. Leider ist er schon im Engadin, und ich fliege zurück nach Klosters.
Die Wanderung nach Davos und über den Flüelapass ist mir jedoch zu weit. Ich entscheide mich, das diesjährige Go East zu beenden – mit einem gemütlichen Abendessen mit Remo.
Ich bedanke mich bei Remo für die super Unterstützung und natürlich bei Thomas Kamps für ein weiteres großartiges Go East.
Herzlichen Glückwunsch an alle die beim diesjährigen Abenteuer mitgemacht haben.
Cheers Flo Brändli
Mein erstes Go East, mein erstes Mal Scheidegg! [Franzi]
Durch das Go East bin ich auf diesen Club aufmerksam geworden- und was soll ich sagen? So herzlich von so vielen Menschen begrüsst und in die Gruppe aufgenommen zu werden, war wirklich besonders!
Zwei Clubkollegen kannte ich zufällig schon durch ein Siku, aber das habe ich erst vor Ort erfahren.
Mein Plan war eigentlich im Vorfeld mal an der Scheidegg zu fliegen, aber der Weg aus Chur ist mir dann doch leider immer zu weit gewesen.
Also, alles neu! Aber durch nette einführende Worte ins Fluggebiet durch Thomas und meinem Mantra "was ich nicht fliege, laufe ich eben", bin ich dann doch recht gelassen an den Start.
Bloss nicht absaufen, Konzentration, den anderen hinterher, die wissen ja, was sie tun?
Kurz vor dem Speer ist es dann mit meiner Geduld vorbei und ich kürze zum Walensee bei der ersten Gelegenheit ab. Recht turbulent und nicht zu empfehlen, das nächste mal doch lieber so, wie die anderen.
Ein sehr spektakulärer Flug über dem Walensee folgt. Spektakulär ist es vor allem durch die niedrige Höhe gewesen... Thomas meinte zwar, dass man ja immer bequem auf der anderen Seite des Sees landen könnte... aber das hätte mir auf keinen Fall gereicht 😅😇 Also immer nach der Ausschau nach einem okayigen Landeplatz bis nach Walenstadtberg. Ab da zwar im bekannten Gebiet, aber unangenehme Leethermik, schon zu weit unter dem Grat. Muss das sein, frag ich mich. Nein. Also nur bis Sargans, dann landen.
Aber ich wollte doch so gerne ins Prättigau... weiter zu Fuss eben. Joggend und motiviert noch zumindest einen Abgleiter in Fanas zu erleben, geht mein Wettlauf gegen die Zeit los. Leider deswegen doch kein Glacé in Bad Ragaz, dafür der Abgleiter ab Fanas, der mich bis nach Schiers getragen hat.
Kurz nach meiner Landung standen schon zwei Kollegen mit Fondue und meinem Büssli bereit- wer hätte gedacht, dass ich so eine bequeme Nacht haben werde!
Eine Alp hinter Klosters war mein Ziel für den Sonntag. Verlockend waren die Berge linkerhand für einen Abgleiter, aber das wechselhafte Wetter hat mich dann doch im Tal gehalten.
Regenponcho, T-Shirt, Softshell... im Halbstundentakt konnte ich mein Outfit wechseln.
Nette Fotos aus dem Go East WhatsApp Chat, gefühlt die gesamte Produktpalette aus einer Bäckerei und eine Motivationsplaylist von meinen Fondue-Supportern haben die Laune oben gehalten.
Das nächste mal aber gerne lieber wieder das Prättigau von oben 😊
Ein tolles Event, mein Ziel fürs nächste Mal: mehr fliegen als wandern 😊
Danke für die ganze Organisation!

Starke Momente am «Scheidegg Go East» 2026 [Kaspar]
Erlebt und niedergeschrieben von Kaspar
Die ersten starken Momente sind die der Vorfreude auf das Rennen.
Dazu gehört für mich auch immer wieder ein neugieriger Blick auf die Homepage, auf die «Challenger», und was sie zu sagen haben.
Schliesslich sind es 16, die sich «outen» - nächstes Mal können es gerne mehr sein.
Dank einer Flugwoche in Marokko sowie mehrerer schöner Flüge sowohl im Tessin als auch in heimischen Gefilden, fühle ich mich fliegerisch bereit für den Wettbewerb.
Wunderbar, die Stimmung am Bahnhof. Energie, Spannung, Geplauder und Lachen.

Schnell sind wir unterwegs zur Scheidegg.
Erst bin ich im Pulk, dann, am Josenberg, plötzlich ganz allein.
Auch schön, den eigenen Rhythmus zu laufen. Am Wegesrand frischer, hellgrüner Hasenklee. Glücksklee?
Auf der Scheidegg: Betrieb wie in einem Ameisenhaufen.
Wie dumm von mir: Mein Handy hat nur 50% Ladung. Ich will es noch ein wenig aufpeppen, finde eine Steckdose im neuen WC.
Ist der Luftraum offen? Genau als am Telefon endlich die für uns relevanten Daten kommen, ist die Verbindung schlecht… Hab’ ich’s richtig gehört? Nicht, dass ich eine falsche Info verbreite und Dutzende den Luftraum verletzen wegen mir…
Nochmals das Ganze von vorn: Tatsächlich! Wir dürfen bis 2300 m steigen.
Noch habe ich nicht alle meine Siebensachen ins Sitzli gepackt, als die ersten schon starten und locker Höhe machen. Ich werde nervös.
Nix wie los!!
Absaufen an der Scheidegg, der Horror jedes Go – Eastlers, ist kein Thema heute. Versehentlich höher als 1700 m steigen auch nicht.
Komfortabler habe ich selten je den Ricken gequert. Auch am Regelstein finde ich einen Aufwind. Bis jetzt sind Simon G. und ich gemeinsam unterwegs. Ein gutes Gefühl.
Ab ins Toggenburg? Weiter zum Hüsliberg? Oder schnurstracks zum Speer?
Na, wenn’s so gut läuft, dann flieg doch direkt.Denke nicht nur ich, denken auch andere.
Aber oh weh!
In der Gegend nach dem Tanzboden fängt die grosse Aufwindsucherei an.
Das grosse Gebastel.
Noch bin ich höher als andere. Einer kämpft tief im Wängital gegen das Absaufen – soweit ich es beurteilen kann, erfolglos.
Ein anderer, mit grünem Ozone - Schirm, war eben noch höher als ich, aber der verliert enorm an Höhe, als er Richtung Rieden fliegt. Ich verliere ihn aus den Augen, habe andere Sorgen…
Flucht nach vorne, Richtung Speer.
Zwei, drei andere kurven am Grat herum, knapp über Grund, mal der eine etwas höher, mal der andere etwas tiefer.
Länger fliegen … jetzt kommts drauf an!
Volle Konzentration, beobachten, sauberes Handling …
Die anderen haben ein paar Meter gemacht, sind noch etwas näher an den Speer ran.
Ob sie es schaffen? Es würde mich interessieren.
Ich werde aus den Verhältnissen hier nicht schlau, mogle mich dem Grat nach zurück zum Tanzboden, immer in der Hoffnung, irgendwo müsse doch ein Aufwind aus dem Wängital hochsteigen.
Denkste.
Einen Moment lang spiele ich mit dem Gedanken, mich ins Toggenburg spülen zu lassen.
Aber da ist es schon vorbei: Wenn ich nicht irgendwo im ziemlich flachen Waldgebiet dort unten landen will, muss es hier sein, unterhalb vom Tanzboden.

Herrlicher Bergfrühling, der Schnee schmilzt in der Sonne, Krokusse spriessen überall.
Erste Senioren - Mountainbiker fahren spielend zum Tanzboden hoch.
Ich aber schnaufe wie ein Ross und fluche wie ein Fuhrknecht, als ich mich mit dem vollgepackten Sitzli am Rücken und dem zusammengerafften Schirm in den Händen den Berg hochkämpfe.
Versuche, freundlich zu bleiben zu den interessierten Mitmenschen, welche sich schon auf das unerwartete Spektakel eines Starts freuen.
Grrr, beim Hochlaufen haben sich die Leinen gröber verheddert. Aber immerhin stimmt der Wind hier oben.
Am Rande kriege ich noch mit, wie ein anderer Pilot in unmittelbarer Nähe landet.
Später stellt es sich heraus, dass es Tennessee, einer von uns, gewesen sein muss.
Dann fliegt es endlich wieder, halleluja, und es gibt wirklich noch Thermiken im Wängital und der Chüemettler funktioniert und am Federi komme ich hoch.
Ja. Und jetzt?
Mit dem Abenteuer am Tanzboden habe ich den Anschluss an die Spitzengruppe mit Sicherheit verloren. Die sind längst über alle Berge.
Statt hinterher zu hecheln (Churfirsten, Alvier, Rheintalquerung, Falknis, Prättigau, Madris und so weiter, man kennt’s aus den Jahren zuvor) wäre es doch interessanter, meine eigene Route zu finden.
Mich lockt der Süden.
Glarnerland – Bündner Oberland – Tessin.
Schliesslich ist das Wetter morgen im Süden deutlich besser angesagt. Auf der Leeseite des Federi finde ich einen kräftigen Schlauch.
Keine Rentnerthermik, würde der Fritz sagen.
Immer wieder atemberaubend, wie sich mit starkem Steigen der Horizont ändert.
Eben noch im Loch, tut sich wundersamerweise und im Eiltempo quasi die Welt auf.
Weit weg grüsst der Zürichsee.
Mit dieser Ausgangshöhe ist die Entscheidung gefallen und das Glarnerland gebonkt.
Ich quere Richtung Kerenzerberg und nutze die Zeit, um etwas zu trinken, was ich oft vergesse, und zwei, drei Fotos zu schiessen.

So schön, nah an der besonnten Bergflanke den Aufwind zu erwarten und zu finden.
Wieviel leichter ist es doch, über den Fronalpstock hinwegzugleiten, statt an seinen hochspannungsleitungsverseuchten Hängen pickeln zu müssen.
Die Thermik, welche aus dem Haupttal bei Glarus hochkommt, ist respekteinflössend.
Der Schirm das Raubtier, ich sein Dompteur.
Aber ja, der Aufwind bringt mich an die Basis – und in unbekanntes Gebiet.
Ich könnte nun das Glarnerland hochfliegen, bis Linthal, und weiter.
Versuchen, über den Kistenpass rüber in die Gegend von Brigels zu kommen.
Bis zu den Stauseen bei der Muttseehütte kenne ich mich aus.
Aber: Die Wolken gefallen mir Richtung Elm besser.
Ich fliege los.
Ist es die richtige Entscheidung? Ist es die falsche Entscheidung?
Mir bleibt die Gewissheit, dass ich es gewagt habe –
und dass es mir erspart blieb, in Elm abzusaufen.
Über den Segnespass schaffe ich es in die Gegend von Flims!
Wie aufregend! Fliegerisches Neuland.
Aufregend sind allerdings auch die Abwinde und später der Talwind da drüben.
Mit für meinen Geschmack eher wenig Reserven kratze ich über die nun nicht mehr bevölkerten, aber immer noch befahrbar aussehenden Pisten am Laaxer Stöckli Richtung Laax.
Sehr hoch oben am Himmel, irgendwo über der Rheinschlucht, drehen ein Segelflugzeug und ein Gleitschirm ihre Kreise.
Wo zum Kuckuck ist der Einstieg in diesen Aufwind?Unerreichbar.
Ich eiere mit dem Talwind Richtung Ilanz.
Als ich da bei einer Scheune mit Schafen auf der Weide sicher lande, ist es mir, schon lange nicht mehr vorgekommen, leicht übel.
Durchatmen!
Die Weide mit den Schafen muss ich umgehen, um zur Scheune zu gelangen. Dort will ich mich frisch ordnen.
Uuups, das kleine Gebäude da am Hang, wo ich eben vornedurchmarschieren wollte, entpuppt sich als aktives Bienenhaus.
Chef der Bienen, aber auch der Schafe und Geissen, ist Gino. Der taucht auf, um nach den Tieren zu sehen. Ein aufgeweckter, selbstbewusster Fünftklässler, dem seine Eltern etwas zutrauen und der Verantwortung übernimmt. Er bietet mir frisches Wasser an und will sich nur von hinten fotografieren lassen.
Meine Güte, was ist das denn für eine interessante Wolke am Himmel, etwa da, wo ich eben noch geflogen bin? Sieht nach Starkwind aus.

Egal, ich wandere. Erst nach Ilanz, wo ich mich in einem italienischen Gastlokal direkt an der Strassenkreuzung stärke für all das, was mir noch bevorsteht.
Ich habe A gesagt (Alpenhauptkamm überqueren), also muss ich auch B sagen (Bündner Oberland abwandern). Der Lukmanier ist meine einzige Chance –
die Greina auszuprobieren, wäre doch ziemlich verwegen …
Nach Disentis sind es etwa 32 Kilometer. Und einige Höhenmeter auch.
Ob es möglich ist, das heute zu schaffen? Mit etwa 16 Kilo am Rücken?
Egal, ich habe nichts zu verlieren.
Die Kilometersteine am Strassenrand geben, vermute ich, die Distanz ab Reichenau an.
Ich wandere
Und wandere.
Der Einfachheit halber, sowie dem Wettbewerb und meinen Kräften geschuldet, ganz einfach der Strasse nach. Vergiss den Wanderweg!
Glücklicherweise ist der Verkehr nur gering.
Ein einziges Mal fragt mich ein Autofahrer, ob er mich mitnehmen könne.
Aber ich wandere
Und wandere.
Manchmal begleitet mich eine Melodie.
Manchmal hänge ich meinen unsortierten Gedanken nach.
Manchmal denke ich an liebe Mitmenschen und schicke ihnen eine Nachricht.
Manchmal verspreche ich mir ein Bonbon beim nächsten Kilometerstein.
Ich fange an, es zu geniessen.
Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl, so unabhängig und frei in den Abend hinein zu wandern.
Frisches Grün. Würzige Luft. Entferntes Glockengebimmel. Urige Gebäude aus sonnenverbranntem Holz.
Erste Schwalben jagen am Abendhimmel.
Ich wandere. Mal auf der linken Strassenseite, mal auf der rechten.
Gedankenspiele, auf dem Go east – Chat geteilt: Wie wäre es, mit dem Roll Royce, der am Strassenrand zum Verkauf steht, weiterzureisen?
Oder gleich den Heli zu nehmen, der im Hangar des Heliport Tavanasa ruht?

Abenddämmerung so um Danis.
Ich wandere.
Dunkelheit ab dem Abzweiger nach Obersaxen.
Ich wandere.
Rennleiter Thomas Kamps meldet sich aus Bludenz mit einem verführerisch ausschauenden Bier.
Später telefoniere ich mit Jan, der nach einem Superflug die Nacht in der Jugi von Scuol verbringt.
Ich wandere.
In Trun gibt’s ein Hotel Tödi, weiss ich.
Das wäre schön: Eine Dusche und ein Bett.
Doch auch wenn da draussen eine Tafel «Zimmer» verkündet: Die Tür ist abgeschlossen, kein Mensch da.
Ich hab’s erfahren: Im ganzen Bündner Oberland zwischen Ilanz und Disentis gibt’s, zumindest an diesem Samstag im April, weder eine offene Beiz noch ein Hotel.
Ich wandere weiter, nach einem Stopp beim öffentlichen WC (immerhin das gibt’s!) in Trun.
Nach Campliun ist es dann endgültig dunkle Nacht.
Mehrere Hunde geben an, auf Gehöften oberhalb der Strasse?
Haben die mich gehört? Meine Trekkingstöcke auf dem Asphalt? Oder haben sie mich gerochen? Oder bellen sie einfach so, um sich die Zeit zu vertreiben?
Ich wandere, und jetzt bin ich müde.
Der von weitem sichtbare Kirchturm von Sumvitg ist mein Leuchtturm:
Bis dahin will ich noch.
Lustig: Eine moderne Anlage identifiziert mich als Wild auf der Strasse und setzt ein wildes Geblinke in Gang.
Der Verkehr darf bis zur Entwarnung nur noch mit 40 kmh fahren – wenn es denn welchen hätte.
Kurz nach halb elf Uhr ist die Kirche Sumvitg erreicht. Die gedeckte, offene Eingangshalle ist perfekt für meine Bedürfnisse: Sauber, geschützt, eben, und dank den Scheinwerfern auch ziemlich hell. Da ist Platz, um meine Habseligkeiten übersichtlich auszulegen und schweissnasse Kleider an einem schmiedeeiseren Tor aufzuhängen.

Im Gepäck dabei: Zwei Bratwürste, die ich kurz vor Rennstart im Coop Wald gekauft hatte.
Doch die romantische Vorstellung vom Lagerfeuer, vielleicht sogar in guter Gesellschaft, weicht der Realität.
Es ist ein Geschenk des Himmels, mich hinlegen zu dürfen.
Der Schlafsack ist kuschelig weich und warm.
Gnädigerweise schaltet sich das Flutlicht um halb zwölf aus.
Dummerweise schlägt die Uhr aber jede Viertelstunde.
Und blöderweise leckt meine Isomatte.
Gefühlt alle 30 Minuten muss ich nachpumpen, weil es in der Region, wo das Gesäss liegt, unangenehm kühl und hart wird.
Trotzdem erhole ich mich in dieser Nacht erstaunlich gut.
Niemand hat von mir Notiz genommen.
Am Sonntagmorgen bin ich früh wieder weg, und bald in Disentis.
Kurz vor dem Kloster regnet es stark.
Wie dumm, dass ich weder Pelerine noch Regenschirm dabeihabe.
In Disentis gibt’s eine Bäckerei mit Café. So ein rechtes Frühstück wäre genau, was ich bräuchte. Doch leider, leider haben sie Betriebsferien.
Ich wandere weiter.
Auf zum Lukmanier.
Die Kilometersteine beginnen wieder bei Null!
Ein paar andere Go – Eastler sind laut Chat auch noch unterwegs.
In Platta diese Kirche, die mir schon immer Eindruck machte, weil sie, so nahe am Alpenhauptkamm gelegen, nördliche und südliche Elemente vereinigt.
So ist das Dach des Kirchenschiffes geschindelt, während der eindeutig südlich inspirierte Turm mit Steinplatten gedeckt ist.

Bei einem alten Stall muss ich wegen eines erneuten Regengusses unterstehen.
In der Pfütze nebenan entdecke ich einen wunderschönen, grossen Klumpen Froschlaich.
Es zieht sich zum Lukmanier.
Es sind ab Disentis etwa 25 Kilometer, und 780 Höhenmeter.
Endlich erreiche ich die Staumauer, der See dahinter existiert momentan nicht.
Dann beginnt diese ellenlange Galerie, die sie in jahrelanger Bautätigkeit perfekt schweizerisch saniert haben.
Tolle Akustik. «Go east! – Go south!» rufe ich.
Dann, endlich, das Hospiz und die Tessiner Grenze.
Das ist es, was ich wollte: Das Tessin erreichen.

In meinen Träumen wäre ich hier jetzt noch weiter aufgestiegen, Richtung des Passes «Gana negra», um da dann zu starten und wenigstens nach Olivone abzugleiten – oder, schliesslich beginnt hier mein Revier, gleich Biasca oder Bellinzona anzupeilen.
Doch erstens bin ich nicht mehr ganz taufrisch für noch mehr Aufstieg und einen sicheren Start, und zweitens windet’s hier wie die Sau.
Was würde ein Chrigel Maurer tun?
Wäre ich gestern noch bis Disentis gekommen, wäre ich heute früher auf dem Pass gewesen, und frischer vielleicht auch…
Natürlich ist die Beiz auf dem Hospiz zu.
Und ÖV gib’s zu dieser Jahreszeit hier noch keinen.
Nun ja, bergab wandern ist ja auch nicht zu verachten.
Ausserdem ist die Landschaft südlich des Lukmanierpasses wirklich 1A.
Ich sehe es sogar in meinem Zustand noch.
Aber nun ist die Luft bei mir wirklich ziemlich draussen.
Ich schleppe mich nach Aquacalda: Beiz geschlossen.
Auf dem alten Säumerweg und endlich mal nicht dem Asphaltband der Strasse nach schaffe ich es bis Campra.
Im Nordischen Skizentrum gibt es zwar ausser Gipfeli vom Morgen nichts zu essen, schade, ich habe mir Pommes gewünscht, aber es gibt ein GROSSES PANACHE.

Das obligate Selfie: Hier ist das Rennen für mich zu Ende.
Aber das Abenteuer noch nicht:
Ich nehme mir vor, bei diesem spärlichen Verkehrsfluss ganz einfach in beide Richtungen Autostopp zu machen. So entscheidet der Zufall, ob ich via Lukmanier zurückreise, oder via Bleniotal – Gotthard.
Gross zelebrieren kann ich dieses Abenteuer nicht, denn bereits das allererste Auto hält!
Marco hat das ganze Bleniotal nach einer offenen Beiz abgeklappert, und ist schliesslich in Campra gelandet (na ja, zu essen gab’s nichts gescheites!).
Er fährt nach Lugano, interessiert sich für’s Gleitschirmfliegen und nimmt für mich freundlicherweise den Umweg bis zum Bahnhof Bellinzona in Kauf.
Ab da ist es eine ereignisarme Heimreise.
Das ist, angesichts der zwei unkonventionellen Flüge und der insgesamt über 70 erwanderten Kilometer, ganz ok.
PS: Ich bin die Route über den Lukmanier kurz danach zwei Mal mit dem Auto gefahren.
Mit einem völlig anderen Bewusstsein.
PPS: Die Kaulquappen sind drei Tage später noch nicht ausgeschlüpft.
Nicht-Plan ist aufgegangen [Thomas]
Nach dem Glockenläuten und Loslaufen in Wald kam dann der Moment, wo ich mir wirklich Gedanken mache musste, wohin meine Reise nun gehen sollte. Einige Piloten habe ich auf dem Weg nach ihrer Renntaktik gefragt, aber die meisten waren auch unentschieden und wollten am Ricken schauen, wohin die Reise geht. Somit fasste ich meinen Plan, vorerst einfach nicht abzusaufen - und das hat gepasst!
Was war da alles los am Start und auf der Scheidegg! Go East ist nochmals etwas grösser geworden und eine fröhliche und motivierte Truppe lief dort hinauf zum Start. Das Wetter versprach wirklich sehr gute Flugbedingungen, eigentlich die besten seit Beginn des gesamten Wettbewerbs. Es störte kaum, waren die Meteo-Aussichten auf den Sonntag verhalten.
Start
Oben angekommen starten nach nur einer halben Stunde die ersten Teilnehmer. Es ist nicht einmal 12 Uhr und es steigt! Irgendwann gegen 12:20 Uhr hält es mich auch nicht mehr am Boden und ich fliege los. Die erste Thermik ist schnell gepackt und wie jeder andere Teilnehmer bin auch ich sehr erleichtert, kann ich immer mehr Höhe machen. Dank des offenen Segelflugraumes sind 2'300 Meter erlaubt. Was für ein Luxus!
Schnell bin ich am Atzmännig, hier verpasse ich den Zyklus, habe aber noch komfortable 2'000 Meter Höhe und fliege zum Ricken. Hätte ich nicht besser nochmals ein Steigen gesucht? Für diesmal reicht die Höhe, über dem Regulastein steigt es. Knapp vor den 2'000 Metern ist die Thermik dann wie abgestellt und gleichzeitig hat es mich weit ins Toggenburg versetzt. Der Säntis thront prominent am Horizont und meine Vorflieger sind schon weit weg beim Speer. Ist das ein Zeichen? Die Entscheidung für den Säntis ist gefallen: Go East wird jetzt wörtlich genommen.
Wo ist meine Höhe?
Das Appenzell. Lieblich aber thermisch komplett unentschieden. Ich finde kein Steigen, kein Vogel zeigt mir, wo es hinaufgeht. Auf dem Weg in Richtung Hemberg sehe ich mich bereits am Boden. Vielleicht schaffe ich es noch über das nächste Tal. Dann, schon im Tal drin, beginnt es zu steigen. Eindrehen, erst sinkt, dann steigt es und jetzt nochmals und ich bin drin. Jetzt nur nicht den Schlauch verlieren. Ich denke an Kari Eisenhut der uns sagte: wenn es steigt, konzentriert ihr euch nur darauf. Ich lasse mich mit dem Schlauch versetzen und es hebt mich langsam aus dem Tal heraus. Glück gehabt! Weiter in Richtung Säntis! Aber das Steigen ist schon wieder vorbei. Vor der Schwägalp kommen sonnenexponierte Flanken. Hier geht es hinauf. Aber dieses Steigen ist ein Rodeo und den Schlauch nach ganz oben zur Basis finde ich nicht. Richtig sicher fühle ich mich erst beim Kronberg, wo ich einen guten Anschluss finde. Ab jetzt bin ich gerettet! Plötzlich kenne ich mich wieder aus. Kurz ist die Sicht frei zum Seealpsee. Wie lange war ich nicht mehr hier? Weiter geht's zur Ebenalp und dann zum Hohen Kasten. Der begrüsst mich endlich mit dem ersehnten Schlauch zur Basis. Danke! Was für ein Glück. Vor mir das Rheintal. Auf nach Osten!

Nach Österreich
Plötzlich ein feines Steigen mitten im breiten Tal. Ich dachte, ich hätte meinen Vorrat an Thermikglück bereits erschöpft, aber vielleicht geht es tatsächlich noch weiter. Mehr Steigen bei Frastanz und Nenzing, aber der Nordwest und der Talwind melden sich. Irgendwann nach drei Stunden reicht es mir dann auch. Ich lande sehr glücklich bei Bludesch im Vorarlberg. Von dort aus geht es zu Fuss mach Bludenz, wo eine Pizza und ein Bier warten. Im Go East Chat laufen die Drähte heiss. Von immer weiter weg kommen die Landefotos. Sehr zufrieden laufe ich noch in den Abend hinein ins Montafon. Nach vier Stunden ist es stockfinster und ich erreiche endlich Vandans, wo ich noch eine Unterkunft finde. Heute ist Feuerwehrfest. Mein Gastgeber lädt mich noch zu einem Bier ein und es ist ein schöner Ausklang eines langen Tages. Trotz der lauten Musik schlafe ich irgendwann ein. Am nächsten Morgen ist es draussen schon nass. Die angekündigte Front ist da. Gegen 8 Uhr laufe ich weiter in Richtung Schruns. Der damals geprellte Fuss meldet sich und am anderen Fuss habe ich eine Blase. Jetzt ist genug. Nach einem Kaffee in Schruns beende ich das Rennen. Es war ein tolles Erlebnis!
Glückwunsch und Dank
Allen, die mitgeholfen haben und mitgekommen sind! Danke euch für die super Stimmung. Herzlichen Glückwunsch an Jan, Gübi und Zumbi zu euren vorderen Plätzen. Herzliche Gratulation allen, die neue Bestleistungen erreicht haben und die bis Sonntag durchgehalten haben. Danke für eure Umsicht, es ist alles ohne Unfälle und Blessuren abgegangen. Es hat sehr viel Spass gemacht!
(Bild: Sonntagmorgen, kurz vor Schruns)

Go East '26 news

Ein guter Flugtag auf der Scheidegg ist nicht ungewöhnlich.
Wenn ein solcher Tag auf einen Samstag fällt, ist das Glück. Aber zwei gute Flugtage, die genau auf ein Wochenende fallen, das ist eher selten.
Immerhin: Für den Samstag sieht es nach Glück aus, und das wollen wir nutzen!
Samstag
Genau in der Achse eines flachen Hochs. Die unteren Luftschichten sind labil aber auch leicht angefeuchtet. Es gibt früh Quellwolken mit einer Basis um 1’800-2'000 Meter. Wir erwarten schwachen West- bis Nordwestwind und eine Nullgradgrenze auf 3'000 Meter. Am Boden Höchsttemperaturen von 20-23 Grad. Gute bis sehr gute Voralpen-Bedingungen. Aber auch in den Alpen gibt es gutes Streckenflugwetter.
Sonntag
Gemäss den Modellen baut sich das Hoch ab und wir gelangen in den Einflussbereich eines Tiefs, welches von England nach Norddeutschland zieht. Kältere Luft sickert von Westen her ein. Ab Mittag frischt der Wind von NW her auf und erste Schauer sind möglich. Spätestens dann endet das Flugwetter. Wer bereits weit nach Osten gekommen ist, hat einen Vorteil. Ab da gilt es, die blühenden Obstbäume und saftigen Frühlingswiesen zu Fuss zu geniessen. Eine leichte Regenjacke einzupacken, ist sicher kein Fehler. Aber - vielleicht bessert es ja noch
Mit viel Vorfreude auf den Samstag,
Thomas

Nur noch eine Woche bis zum Start, hier kommt das Race-Briefing! Grundsätzlich bleibt das meiste, wie es war. Erneut gibt es einen freiwilligen WhatsApp-Chat. Hier kann man Infos, Fotos oder die Position teilen. Dem Chat könnt ihr via QR-Code im PDF direkt beitreten. Hier noch das Wichtigste in Kürze:
Ablauf
Donnerstag: bis 18:30 - Meteo-Check und Go / No-Go Entscheid
Samstag: ab 09:30 - Eintreffen und Begrüssung Bahnhof Wald ZH
10:00 - START GO EAST 2026
Sonntag: 18:00 Uhr Rennende. Der bis dahin weiteste Punkt zählt, auch wenn ihr schon früher die Heimreise beginnt.
An- und Abmelden im Chat: Bitte meldet Euch am Samstag und Sonntag jeweils nach Eurem letzten Flug im Chat ab.
Tracking
Alle Flüge müssen via GPS aufgenommen werden. Das Hochaden auf die XCONTEST.ORG-Seite wird empfohlen.
Für die Hiking-Strecken genügt eine Aufzeichnung, wie es Sportuhren oder diverse Apps bieten. Bei technischen Schwierigkeiten bitte einfach gelegentliche Fotos zur Dokumentation aufnehmen. Die Tracks der Wanderstrecken werden nur für allfällige Kontrollen bei den vorderen Plätzen herangezogen. Die Plausch-Kategorie ist vom Tracking befreit!
Bitte lasst alle an unserem Abenteuer teilhaben: Postet Bilder, Texte und Positionen jederzeit im DCZO-Gästebuch. Die Clubkolleginnen und -Kollegen werden es Euch danken!
Ausrüstung
Alles, was Ihr zum Fliegen benötigt, müsst ihr stets selbst tragen. Zusätzliches wie ein Zelt, Schlafsack oder Proviant dürft Ihr einem Helfer abgeben. Die Kunst ist, Gewicht zu sparen und dennoch das Wichtige dabei zu haben. Bitte achtet auch auf die Energieversorgung Eures Natels. Ein Ladekabel mitzunehmen, ist sehr zu empfehlen.
Last Minute Teilnahme
Auch das ist möglich, es gibt noch freie Plätze.
Last but not least: Safety first!
Bitte seid behutsam, geht keine unnötigen Risiken ein, bewahrt stehts einen kühlen Kopf 😉 lauft und fliegt mit Augenmass.
Weitere Details findet Ihr im Anhang. Etwas unklar? Bitte einfach fragen. Mit viel Vorfreude, Thomas

Die Zeit fliegt – wir auch!
Der Frühling hat begonnen und die Flugsaison ist bereits im vollen Gang. In nur vier Wochen startet das vierte Go East!
Rookies welcome!
Die meisten Angemeldeten sind Wiederholungstäter, also Veteranen, die schon eines bis drei Rennen erlebt haben. Es wäre schön, wenn auch noch ein paar Newcomer mit an den Start kommen würden. Es ist ein Erlebnis und jeder und jede die selbständig starten und fliegen kann, darf sich die Teilnahme zutrauen.
Ich wäre gerne mit dabei – habe aber kaum Zeit
Was ist, wenn ich nur am Samstag mitkommen kann? Eine Familienfeier am Sonntag, ein wichtiger Termin oder vielleicht hast du einfach einen riesigen Muskelkater am Sonntagmorgen? Auch das ist kein Problem. Alle, die das Rennen am Samstag beenden und im heimischen Federbett schlummern, sind ebenso herzlich willkommen! In der Wertung werdet ihr mit dem Hinweis «Nur Samstag» geführt, und das ist schon alles. In der letzten Ausgabe kamen einige Teilnehmer an nur einem Tag auf erstaunliche Distanzen.
Trainings-Endspurt
Wer sich jetzt noch besser auf das Rennen vorbereiten möchte, tut dies am besten mit Hike und Fly selbst. Bähnlifahren ist gestrichen 😅! Neben den Höhenmetern übt man das Handling der Ausrüstung gleich mit. Besonders spannend ist, ein "Doppel" zu versuchen. Zum Beispiel: Start an der Scheidegg, dann am Farner oder Bachtel möglichst hoch landen, packen und zum nächsten Startplatz laufen. Somit ist das ganze Procedere gleich zweimal geübt. Passen Schuhe und Bekleidung? Müssen mehr Wasser und Riegel eingepackt werden, was habe ich nicht gebrauch und kann es weglassen und was kann ich besser machen? Ein solcher Probelauf mach Spass und die gewonnene Erfahrung ist Gold wert. Hier ein Beispiel: Flugstafette: ein unverhofftes Go East Training von Simon
Lust mitzumachen?
Noch ist die Anmeldung möglich. Du brauchst:
- Einen nicht zu schweren Gleitschirm
- Genügend Flugpraxis um wirklich selbständig fliegen zu können
- Eine Sportuhr mit GPS oder ein Handy für Euren Track
- Lust auf’s Abenteuer

Es ist immer extrem spannend, etwas über die Teilnehmer zu erfahren. Was ist ihre Motivation, welche Ziele haben sie? Daher machen wir immer ein kurzes, freiwilliges Piloten/innen-Interview. Damit es nicht langweilig wird haben wir die Fragen einmal mehr erneuert ;-) Die offiziellen plus 1-3 Kürfragen gilt es zu beantworten. Die Interviews werden periodisch hier aufgeschaltet.
Offizielle Fragen:
Ist Go East für dich mehr Plausch oder Wettbewerb?
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag?
Hast du ein spezielle Ziel, wie weit möchtest du kommen?
Kürfragen (1-3 Antworten genügen😉):
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt?
Hast du beim Fliegen oder beim Sport ein Vorbild? Wenn ja wen?
Wie schwer ist deine Ausrüstung?
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen?
Wenn es einen Song gäbe für Go East, welcher wäre es?
Welchen speziellen Ausrüstungsgegenstand nimmst du mit?

Hand auf’s Herz. Im Winter kann man nicht oft Fliegen. Flotsch, Nebel und Kälte sind nicht unsere besten Freunde. Wir kann man dennoch sinnvoll seine Hike & Fly-Form trainieren?
Alles, was den Puls in den Ausdauer-Bereich bringt, verbessert unsere Kondition. Perfekt sind Skilanglauf, Skitouren, Schneeschuhlaufen oder Joggen. Bei schlechtem Wetter sind aber auch Schwimmen oder Krafttraining eine gute Alternative.
Aber auch in den Alltag kann man viel Bewegung integrieren. Meine persönliche Entdeckung in der vergangenen Saison war, einfach mal von der Arbeit aus nach Hause zu laufen. Das dauert mitunter zwei bis drei Stunden, aber es gibt auch einen völlig neuen Eindruck von unserer Umgebung und macht viel Spass.
Weitere Ideen sind:
- Beim Wandern den Rucksack des Partners / Partnerin tragen. Das ist immer ein Plus 😉 und trainiert Schultern und Rücken.
- Treppen laufen und dem Lift abschwören,
- Einkäufe, kleinere Strecken immer zu Fuss machen – ihr kennt all diese Tipps.
Weiterhin gilt: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um Neues zu versuchen. Neues muss geübt sein, damit es zur Routine wird. Damit sollte man nicht unbedingt eine Woche vor dem Wettkampf beginnen. Zum Beispiel:
- Neue Ausrüstungsgegenstände ausprobieren: Schuhe, Trinksysteme, eine App zur Aufzeichnung der Strecke, usw.
- mit Stöcken laufen: es geht leichter bergauf und durch die Bewegung verspannen Schultern und Nacken deutlich weniger,
- Schirm und Gurtzeug verknüpft lassen. Das ist zwar Geschmacksache, erspart aber manches Leinengewirr.
- Etwas von dem Umsetzten, was Kari Eisenhut erklärte: Beim Steigen, sich nur aufs Steigen konzentrieren. Oder sich verinnerlichen ob der Status beim Fliegen orange oder schon wieder grün ist.
Und wenn es tatsächlich Flugwetter hat?
- Der Scheidegg H&F-Wettbewerb ist ideal. Jeder 10. Hike gibt einen Gutschein.
- Falls der Wind stimmt, vor dem Start unbedingt noch Groundhandling üben. Das ist ein echtes Plus für die Sicherheit.
- Einfach Fliegen und Spass haben - das ist für die Motivation am wichtigsten.
Noch sind 12 Wochen Zeit. Das sollte für eine gute Go-East-Form genügen. Viel Spass!
Die Webseite und das Reglement von Go East 2026 sind online!
- Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um sich für die Teilnahme zu entscheiden. Es ist noch genügend Zeit, um in Form zu kommen.
- Für Einsteiger und Geniesser: auch diesmal planen wir mit der Plausch-Kategorie für alle, für die das Erlebnis wichtiger ist, als die Platzierung.
- Jetzt leichte Ausrüstungsgegenstände auf die Weihnachts-Wunschliste setzten!
- Neu im Reglement: bei beständiger Bise können wir den Start an einen Bisenstartplatz verlegen, allfällig nach Siebnen-Wangen / Galgenen.
Wer möchte, kann sich die bislang noch provisorischen Daten vormerken.
- 18./19. April 2026, 10:00 Uhr Start Go East '26
- 25./26. April 2026 (Verschiebedatum 1)
- 16./17. Mai 2026 (Verschiebedatum 2)
Die Challenger '26

Andy ☘ ROOKIE
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Am liebsten im Zelt... Mal schauen wo ich hinkomme. Vielleicht fährt ja mein Mann mit dem Camper hinterher...
Deine Ziele? So weit, dass ich abends zufrieden einschlafe. Distanz spielt dabei keine Rolle.
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt?
Vor dem Ehrgeiz der einen manchmal ganz unerwartet packt auch wenn man sicher war, ihn tief vergraben zu haben.
Hast du beim Fliegen ein Vorbild? Mein grösstes Vorbild sind all die, die ihren Traum leben und Linien nach Ästhetik und nicht nach Punkten fliegen.
Wie schwer ist deine Ausrüstung? Min 12kg, Max 20kg.
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Falls mein neuer Alpina schon da ist, dann den. Ansonsten meinen uralten Arak.
Dein Go East-Song? I want to fly away von Lennie Kravits.
Welchen speziellen Ausrüstungsgegenstand nimmst du mit? Meine 7.- Fr Sonnenbrille aus Kolumbien.

Christian ★ VETERAN - 1 Rennen
Mehr Plausch oder Wettbewerb? Für mich ein richtiger Abenteuerplauschwettkampf 😆
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Ja das ist noch offen, ich lasse mich überraschen. Letztes Jahr war ich etwas verwöhnt mit einem Hotel in Davos ;)
Deine Ziele? Ich habe das Vergnügen, dass ich an beiden Tagen am Start sein kann und hoffe dadurch weiter zu kommen als im Vorjahr.
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt? Zuwenig auf mein Bauchgefühl zu hören.
Hast du beim Fliegen ein Vorbild? Chrigel the Eagel natürlich
Wie schwer ist deine Ausrüstung? 14 kg
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Ozone Alpina 4
Dein Go East-Song? Rebel Yell von Billy Idol ⚡🔥⚡

Danilo ★★ VETERAN - 2 Rennen
Plausch oder Wettbewerb? Mehr Plausch, aber etwas Wettbewerb spielt natürlich auch mit!
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Aus familiären Gründen zuhause im weichen Bett.
Deine Ziele? Letztes mal habe ich es nach einem schwierigen Start bis nach Luchsingen geschafft. Dieses mal möchte ich weiter kommen, und einen grösseren Teil des Wegs in der Luft bewältigen!
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt?
Direkt wieder Absaufen beim Start - das wäre der Motivation nicht zuträglich 😆
Welchen speziellen Ausrüstungsgegebstand du mit ins Rennen? Ersatz-Socken - deren Wichtigkeit erkennt man erst, wenn man sie mal braucht und nicht dabei hat 🙃

David ★★★ VETERAN - 3 Rennen - 2 x 2. Platz
Plausch oder Wettbewerb? Beides. Es kommt schon Wettbewerbs-Gefühl auf. Es ist aber auch eine tolle Motivation, sich mal zwei Tage nur zum Fliegen und Laufen frei zu halten.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Das schaue ich spontan. Bisher habe ich immer sehr spontan unterwegs eine Herberge gefunden.
Deine Ziele? Bis Österreich (Fleischkäsesemmel essen 😊)
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt?
Am Hüebli schon abzustehen... ;-)
Wie schwer ist deine Ausrüstung? Etwa 12 kg.
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Phi Beat 2 Light - mein einziger Schirm, den nehme ich für alles.

Erich ★★★ VETERAN - 3 Rennen
Plausch oder Wettbewerb? Im Vorfeld klar Plausch. Da ich aber eher ein Wettkampftyp bin, ist die Gefahr gross, dass ich am Go East in den "Kampfmodus" verfalle. Das verleitet leider zu Fehlentscheiden.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Idealerweise in einem angeschriebenen Haus mit guter Aussicht auf einen nahegelegenen Startplatz am Sonntag. So zwischen Hüsliberg und Klosters wäre cool. Das wäre der Traum, meist kommt es anders als man denkt.
Deine Ziele? Ganz nach dem Motto "Länger fliegen im`26". Das heisst mehr fliegen als laufen. Die Distanz spielt keine Rolle.
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt?
Das ich bis zum Go East und auch weiterhin gesund bleibe.
Hast du beim Fliegen oder beim Sport ein Vorbild? Ja, alle welche die Begabung haben, mit grosser Geduld sich wieder auszugraben und hoch zu kämpfen. Nicht nur im fliegerischen Sinn. Z.B. aktuell Frederica Brignone
Wie schwer ist deine Ausrüstung? ca. 14 kg
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Advance Theta ULS

Florian ★★ VETERAN - 2 Rennen
Plausch oder Wettbewerb? Mehr Wettbewerb als Plausch :)
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Entweder im Camper oder ich suche mir spontan eine Unterkunft.
Deine Ziele? Ich möchte gerne wieder über die Landesgrenze kommen. Ob es Richtung Schnitzel oder Pasta geht, sehen wir noch.
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt?
Von meiner eigenen Taktik. Letztes Jahr hatte ich einen guten ersten Tag, am Sonntag ging nicht mehr alles auf.
Hast du beim Fliegen oder beim Sport ein Vorbild? Beim Fliegen natürlich Chrigel the Eagel, aber allgemein beeindruckt mich Lindsey Vonn, jeden Tag alles zu geben, um das Ziel zu erreichen. Auch wenn man harte Rückschläge hinnehmen muss.
Wie schwer ist deine Ausrüstung? Etwa 13kg mein Problem liegt aber beim Körpergewicht :)
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Meinen geliebten Ozone ML7 MS entweder mit rotem oder grünem Tuch.
Dein Go East-Song? Der Aprèski Hit 2009: 'Vogulisi' , aber mit lautem singen: Oberland ja s Oberland ja s Züri Oberland isch schööön - nachdem ich im ersten Thermikschlauch die Scheidegg auf 1700m verlasse 😄
Welchen speziellen Ausrüstungsgegenstand nimmst du mit? Oh, das ist eine gute Frage. Vielleicht die Breezy Rollers, die Schuhe mit Rollen, versteckt in der Sohle, muss aber das Reglement noch studieren :)

Franzi ☘ ROOKIE
Plausch oder Wettbewerb? Beides. Ich freue mich auf das Miteinander, den Austausch und das gegenseitige Anfeuern - trotzdem sehe ich es für mich auch als eine Herausforderung und werde sicherlich mehr Schwitzen als bei einem normalen Hike&Fly 😊
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Hoffentlich im Trockenen. Vielleicht sogar zuhause in Chur, aber sonst auf der Isomatte im Schirm.
Deine Ziele? Eigentlich keine. Es kommt ja sehr auf die Bedingungen an und wie ich damit umgehen kann. Wichtiger ist mir das Wie, also dass ich sichere Entscheidungen treffe.
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt? Viel zu früh wieder am Boden zu stehen!
Wer ist dein Vorbild? Liv Sansoz (https://livsansoz.net/) zählt sicherlich dazu, eine unglaubliche Alpinistin und eine tolle Frau.
Dein Go East-Song? "Mr. Blue Sky" von Electric Light Orchestra
Welchen speziellen Ausrüstungsgegenstand nimmst du mit? Ein Stück Bündner Nusstorte gegen das Energie-Tief 😄

Jan ★★★ VETERAN - 3 Rennen - Winner '25
Plausch oder Wettbewerb? Ich würde sagen für mich sind es 90Prozent Plausch/Freude und 10Prozent ein Rennen.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Optimalerweise wäre wieder meine Büssli Crew dabei, aber wir werden sehen ob es wieder so gut funktioniert wie letztes Jahr.
Deine Ziele? Mein Ziel ist es wieder das Beste aus den Bedingungen rauszuholen. Fals es wieder so gut fliegt, hätte ich da schon einen kleinen Plan =)
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt?
Schlechte Entscheidungen zu treffen da man sich schnell und gerne vom Wettkampf Modus verleiten lässt.
Hast du beim Fliegen oder beim Sport ein Vorbild? Beim Fliegen habe ich viele Vorbilder, auch im Delta Club.
Dein Go East-Song? Oliver Onions - Flying Through The Air =) Oliver Onions auf YT

Kaspar ★★★ VETERAN - 3 Rennen, 2 Siege
Plausch oder Wettbewerb? Es ist definitiv beides! Ein grosses Vergnügen, und sicher ein Abenteuer. Dass viele andere auch mitmachen und mit Können, Wille und Glück zur selben Zeit und, zumindest anfangs, mit denselben Bedingungen möglichst viel rausholen wollen, spornt mich an und intensiviert das Erlebnis! Ich mag den Wettbewerb.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Ich stelle mich darauf ein, an einem geschützten Platz mit Mätteli und Schlafsack zu biwakieren. Falls dann rein zufällig eine gastliche Herberge genau richtig am Wegesrand liegt, kann ich immer noch umdisponieren.
Deine Ziele? Meine Ambitionen sind geringer geworden. Altershalber, aber auch wegen der Tatsache, dass das Niveau des Go East (respektive seiner TeilnehmerInnen) seit der ersten Auflage stets gestiegen ist - und noch weiter steigen wird.
Dennoch gebe ich gerne zu, dass es mir gefallen würde, vorne mitzufliegen oder mitzuwandern.
Ganz egal ob irgendwo am Ricken, im Glarnerland oder im Engadin!
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt? Vor mir selbst. Denn der richtige Mix von Vernunft und Draufgängertum ist entscheidend.
Wer ist dein Vorbild? Die Vögel sind meine Vorbilder. Sie haben mir schon oft gezeigt, wo der Aufwind ist.
Sie sind die wahren Könner. Und immer wieder vermitteln sie mir den Eindruck, auch wirklich Spass am Fliegen zu haben.
Dein Go East-Song? « Camminando» von Pippo Pollina.
Camminando-Live, Bologna, YT

Lino ★★ VETERAN - 2 Rennen
Plausch oder Wettbewerb? Für mich ist Go East mehr ein Wettbewerb, weil ich die Herausforderung und den adrenalinfördernden Aspekt des Wettkampfs schätze. Es motiviert mich, das Beste aus mir herauszuholen und meine Grenzen zu testen.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Die Nacht verbringe ich wenn möglich in einem Gasthaus am besten mit nahegelegenen Startplatz, ansonsten draussen im Schlafsack.
Deine Ziele? Mein Ziel ist es, mindestens 200 Kilometer zu fliegen und dabei neue Fluggebiete zu erkunden. Ernsthaft ich würde mich auch über 50 Kilometer freuen 😜
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt? Ich habe am meisten Respekt vor dem Wetter und dessen Unberechenbarkeit. Die Natur kann mit ihren Veränderungen sehr herausfordernd sein.
Hast du beim Fliegen oder beim Sport ein Vorbild? Ja, ich bewundere Chrigel Maurer und Felix Baumgartner für den Mut und die aussergewöhnlichen Leistungen im Extremsport.
Wie schwer ist deine Ausrüstung? Meine Ausrüstung wiegt insgesamt etwa 16 Kilogramm, was ich für das, was ich benötige, als recht leicht empfinde.
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Ich nehme den Rush Six da er eine hervorragende Balance zwischen Leistung Geschwindigkeit und Stabilität bietet.
Dein Go East-Song? Der Song "Eye of the Tiger" der bringt die richtige Motivation und Energie, um die Herausforderungen anzugehen.
Welchen speziellen Ausrüstungsgegenstand nimmst du mit? Ich nehme immer ein Sackmesser, Feuerzeug, Bandage um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, Schlafsack und ein Wasserfestes Zelt.

Peter ☘ Rookie
Plausch oder Wettbewerb? Ganz klar Plauschabenteuer – mit latenten Wettbewerbstriggern, sobald jemand neben mir höher steigt oder weiter vorne fliegt 😉. Am Ende zählt das Erlebnis, nicht die Rangliste.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Idealerweise irgendwo mit Aussicht, leicht erschöpft, zufrieden und mit der leisen Hoffnung, dass der Wind ebenfalls eine Pause einlegt. Komfortzone optional.
Deine Ziele? So weit wie möglich – vorzugsweise weiter als geplant, aber ohne dass die Realität komplett den Stecker zieht. Minimalziel: nicht dort landen, wo gestartet wurde 😉
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt? Vor der eigenen Euphorie und Motivation. Die steigen manchmal schneller als die Thermik – und sind schwieriger zu dosieren.
Hast du beim Fliegen oder beim Sport ein Vorbild? Alle, die es schaffen, entspannt zu bleiben, wenn es anspruchsvoll wird – und dabei noch sauber landen. Das ist hohe Kunst.
Wie schwer ist deine Ausrüstung? Leicht genug, um motiviert zu starten – schwer genug, um beim Aufstieg regelmässig über die Sinnhaftigkeit des Hobbys nachzudenken.
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Meinen Advance IOTA – wir sind unzertrennlich und ein eingespieltes Team. Er trägt zuverlässig, ich arbeite noch daran 😉
Dein Go East-Song? „Highway to the Thermik“ – vermutlich noch unveröffentlicht, aber konzeptionell ausgereift. (Anmerkung Red: im Link ein passender Ersatz ;-))
Welchen speziellen Ausrüstungsgegenstand nimmst du mit? Eine gesunde Portion Gelassenheit und Demut – wiegen nichts, entscheiden aber erstaunlich oft über den Ausgang.

Simon ★ VETERAN - 1 Rennen
Plausch oder Wettbewerb? Plausch
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Plan A: Im Büssli
Deine Ziele? Ziel nicht, aber ich hoffe das es noch etwas weiter geht als im letzen Jahr (Sass i.P)
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt? Das ich mein gesamtes „Wettkampfglück" bereits im letzten Jahr aufgebraucht habe 😉
Wie schwer ist deine Ausrüstung? der ganz Rucksack ca. 17kg ->zu schwer!
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Rush 6

Simon ★★ VETERAN - 2 Rennen
Plausch oder Wettbewerb? Weder noch! Für mich ist es ein zweitägiges Abenteuer vor der Haustür, das einem eine spannende Perspektive auf ein eigentlich bekannte Gebiete gibt.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Hoffentlich schlafend irgendwo am Trockenen.
Deine Ziele? So weit, wie es das Wetter zulässt. Üblicherweise hat das Wetter immer ein paar Überraschungen für das Go East parat, entsprechend wage ich keine Distanzprognose. In einen guten Flow zu kommen wäre aber mein Ziel.
Wovor hast du bei Go East am meisten Respekt? Davor am Anfang den richtigen Einstieg zu erwischen und nachher zur Richtigen Zeit am Richtigen Ort zu sein.
Wie schwer ist deine Ausrüstung? Vermutlich wieder irgndwo zwischen 14-16kg
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Meinen Iota DLS, der kenn den Weg.
Dein Go East-Song? The Proclaimers - I'm Gonna be (500 miles) The Proclaimers Youtube. Die Motivation beim Laufen zum nächsten Startplatz!

Thomas ★★ VETERAN - 2 Rennen
Plausch oder Wettbewerb? Hauptsächlich Plausch; in meinem Alter hat man keine Lust mehr auf allzu grosse Risiken.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Das weiss ich noch nicht genau – Hauptsache warm und bequem. Ein Biwak wird es in dieser Jahreszeit eher nicht.
Deine Ziele?Wie jedes Jahr: Oberurmein ob Thusis. Eventuell hänge ich bei gutem Wetter noch einen Tag dran.
Wovor hast Du am meisten Respekt? Wie bei den meisten Teilnehmer, absaufen direkt nach dem Start.
Wie schwer ist deine Ausrüstung? Ca. 12 kg.
Dein Schirm? Phi Beat 2 light.
Dein Go East Song? „Highway to Hell“ – der kam mir bei meinem ersten Go-East beim Wandern mit Blasen oft in den Sinn.
Welchen speziellen Ausrüstungsgegenstand nimmst Du mit? Sandalen

Thomas ★★★ VETERAN - 3 Rennen
Plausch oder Wettbewerb? Dieses Mal ganz klar mehr Plausch als Wettbewerb. Ich möchte in einer Beiz auch mal gemütlich einen Kuchen essen.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Das kommt ganz auf das Datum an, falls meine allerbeste Supporterin keine Zeit hat, gibt's ein Biwak.
Deine Ziele? Ich fände es sehr spannend, falls wir bei Bise die Galgenen-Variante hätten. Dann gäbe es ganz neue Pfade. Das würde ich gerne versuchen.
Dein Go East-Song? Ganz klar: "I'm walking" von Fats Domino :-) Youtube Fats Domino
Welchen speziellen Ausrüstungsgegenstand nimmst Du mit? Vielleicht nehme ich deses Mal eine Go Pro mit, dann könnte ich noch ein kurzes Filmli drehen. Die Filmmusik ist schon oben erwähnt ;-)

Urs ★★★ VETERAN - 3 Rennen
Plausch oder Wettbewerb? Für mich eine Herausforderung und Plausch, ich nehme es wies kommt.
Wie verbringst du die Nacht auf Sonntag? Weiss es, wenn ich am Samstagabend vor Ort etwas passendes finde.
Deine Ziele? Das letzte Mal wars ein kurzes Gastspiel. Ich hoffe auf gutes Flugwetter, so dass ich sicher mal übers Rheintal komme.
Wie schwer ist deine Ausrüstung? ca. 15kg
Welchen Schirm nimmst du mit ins Rennen? Meinen Zeolite
Welchen speziellen Ausrüstungsgegenstand nimmst Du mit? keinen.
Go East Infos

Die Idee
Go East ist ein familienfreundlicher 2-Tages Fun Hike-and-Fly Wettbewerb und beginnt Samstags um 10:00 Uhr in Wald ZH. Geflogen wird ab der Alp Scheidegg. Wer bis Sonntag,18:00 Uhr am weitesten gekommen ist, gewinnt. Der Sieger erhält einen Pokal. Weitere Überraschungspreise winken.
Termin: 18./19. April 2026, Verschiebedaten 25./26.4. oder 16./17.5.
Anders als das Original sind wir familienfreundlich! All das ist möglich:
- Ihr lauft und fliegt bis zum Abend, stoppt das Tracking, fahrt nach Hause wo das z’Nacht und bequeme Bett warten. Am nächsten Morgen geht das Abenteuer dort weiter, wo ihr es am Vortag unterbrochen habt.
- Ihr könnt allein gehen oder gemeinsam mit Freunden
- Ein Teilnehmer möchte die Challenge mit dem Tandem machen - warum nicht
- Und wenn ihr es wirklich wissen wollt, könnt ihr bis spätabends Laufen, Campieren und das Maximum aus den beiden Tagen herausholen





























