• 20. September 2022

    Alp Scheidegg – HIKE&FLY – Wettbewerb

    Pilotinnen und Piloten des DCZO wandern zur Alp Scheidegg hoch, um zu fliegen.

  • 16. September 2022

    «E spontani Fiir»

    an der kleinen Schanze in Gibswil

  • 10. September 2022

    Hike & Fly

    Am Sonntag dem 11.9.22 um  8.30 trafen sich 5 Piloten vom DCZO in Wald und haben sich in Richtung Glarnerland vorgewagt.

  • 4, September 2022

    Swiss League Season Finale in Grindelwald

    4 Piloten vom DCZO

  • 31. August 2022

    Ruhe nach dem Sturm

  • 28. August 2022

    Zurück in die Vergangenheit

    75 Jahre Manntragender Segelflug auf der Alp Scheidegg.

  • 16. August 2022

    Startplatz geschnitten

    Vielen Dank Lars Kindlimann für deine Hilfe und den schnitt - MEGA COOL :-)

  • 9. Juli 2022

    SOMMERFEST 2022

    Dieser Abend war vollkommen locker, ruhig und enspannend. Essen Getränke von Allem und genug. Und diese Chillout-Musik im Hintergrund hat auch gepasst.

  • 30. JUNI & 1. JULI 2022

    Swiss Open in Scuol

    Endlich geht es los, nach 3 abgesagten Tagen freuen sich alle auf die Eröffnung des Swiss Open in Scuol, 7 Piloten des DCZO sind am Start.

  • 16. Mai 2022

    Gemeinsames Fliegen im Jura

    Sonntag, 16. Mai 2022 - DANKE!

  • 15. Mai 2022

    Swiss Cup Grindelwald

    Ein grandioser Sieg von Pit

DCZO AKTUELL

Flugstafette

Was ist die DCZO Flugstafette?
Von der Scheidegg Richtung Tuggen, plus one more thing – Pit Vollenweider / 27.03.2022

Von der Scheidegg Richtung Tuggen, plus one more thing – Pit Vollenweider

Wer am diesjährigen Flycenter-Flugwochenende in Scuol teilnahm, wurde nebst einer super Stimmung auch mit sensationellem Flugwetter belohnt. Doch bevor ich berichte, wie ich einen Teil von Chrischi’s Strecke in umgekehrter Richtung abflog, ein paar Worte zu einem coolen Abgleiter von der Scheidegg.

Am Abend des 13. April war ich in Tuggen zum Güggeli-Essen verabredet. Mit dem Ziel, mich irgendwo auf der Strecke Wald-Tuggen von meinen Freunden einsammeln zu lassen, wollte ich davor noch kurz in die Luft. Trotz Zirren und mit Saharastaub bedecktem Himmel konnte ich, nach kurzem Abstecher zum Josi, im Kessel auf 1700m hochdrehen und zum Bachtel queren. Dort erneut auf 1700m hochgeschraubt, startete ich den Gleitflug Richtung Eschenbach. Nachdem ich hoch über Wald (1500m) und Eschenbach (1200m/700mAGL) fliegen konnte, entschied ich über Schmerikon (1000m/600mAGL) auch die Überquerung des Obersees zu wagen. Mit Notlandemöglichkeiten vor dem Buechberg im Auge, konnte ich selbst diesen noch auf rund 800m (275mAGL) überfliegen und nach einer Ehrenrunde über Tuggen direkt vor dem Restaurant landen. In unbekanntem Gebiet kann ich die Gleitleistung meines Schirms gut einschätzen, dass aber von 1700m über dem Bachtel, ohne ein einziger Kreis, ein Gleitflug bis nach Tuggen möglich war, hatte mich doch etwas erstaunt. So mussten mich meine Freunde nirgends einsammeln und ich konnte gemütlich beim Landebier auf sie warten.

Track

Film

Nun zum eingangs erwähnten Flug von Scuol. Nach einem Fliegerwochenende zurück nach Gibswil fliegen war schon seit der Flugschule ein Traum von mir. So hatte ich dieses Ziel auch am 27. März vor Augen und dies trotz leichter Nordost-Tendenz, welche uns bei der Überquerung des Vereinapasses zum Verhängnis werden könnte. Der erste Start um 10:30 Uhr war für diesen Tag zu optimistisch. Zur Strafe musste ich mich von unterhalb der Stromleitung (1450m) wieder auf Startplatzhöhe (2150m) hochkämpfen. Zur Erholung landete ich nach dieser langwierigen Geduldsarbeit von fast einer Stunde nochmals am Startplatz rein. Nach dem zweiten Start um 12:00 Uhr war die Thermik zuverlässiger. Zusammen mit Michi Hohl gings flott das Engadin hoch. Nun war die Frage, ob wir beim Piz Linard für die Schlüsselstelle, über den tief verschneiten Vereinapass ins Prättigau, genügend Höhe machen konnten. Als ich, erneut etwas nach aussen versetzt, auf 3150m hochkam, wagte ich es. Michi und anderen PilotInnen war das zu riskant. Sie landeten in der Nähe von Lavin und warteten auf die Flycenter-Busse. Obwohl ich zwischendurch dachte es könnte noch eng werden, reichte mir die Höhe aus, um ohne einen Kreis das ganze Tal hinunter und bis in den gegenüberliegenden Südhang unterhalb des Chesslers abzugleiten. Schnell fand ich dort einen schönen Schlauch, der mich zurück über die Krete brachte. Das Prättigau hinunter war dann wieder bekanntes Terrain und ging entsprechend zügig. Und so flog ich gegen 14:30 Uhr den Vilan an, ebenfalls ein lang gehegtes Ziel. Die Freude war aber von kurzer Dauer, denn das Aufdrehen im Lee war eher sportlich. Bei der anschliessenden Querung, hoch über dem Rheintal, konnte ich meine strapazierten Nerven wieder beruhigen. Und als ich mitten im Tal noch einen Schlauch fand, war auch die Freude zurück. Obwohl ich es besser hätte wissen müssen, traf ich danach eine Fehlentscheidung. Denn auf der anderen Talseite angekommen, entschied ich mich für die hintere Krete mit den hohen Bergen (Alvier usw.). Da aber die ganze Flanke von Nordostwind überströmt war, wurde aus dem vermeintlichen Aufsoaren ein Absaufen. Die Line über der vorderen, tieferliegenden Krete wäre wohl die bessere Wahl gewesen. Einziger Vorteil, ich konnte am Ende den, von Hans Federer schon mehrfach gelobten, Hammer-Schlauch am Sichelchamm auskosten. Mit einem integrierten Steigen von 7m/s war ich im nu von 1600m wieder zurück auf 3000m! Während ich in diesem Lift steckte, rauschte plötzlich, der ebenfalls in Scuol gestartete, Andy Schnider unter mir durch. So konnten wir den Rest der Strecke gemeinsam noch geniessen. Die Churfirsten wurden ohne einen Kreis abgeflogen, um dann am Leistchamm wieder aufzudrehen. Dies reichte bis zum Federispitz, wo wir schnell einen schönen Schlauch fanden, der uns erneut auf 2600m beförderte. Andy Schnider flog mit dieser Höhe direkt bis an den Atzmännig. Ich tankte vor dem Ricken nochmals etwas Höhe, kam aber trotz identischer Linienwahl tiefer als er dort an. Es ging aber flott nach oben und so mussten wir darauf achten, dass wir nicht über 1700m kamen. Zum Abschluss überflog ich die Scheidegg und landete nach 4h 50min, um 16:50 Uhr, überglücklich neben dem Flycenter in Gibswil. Wir waren zwar weder schneller, denn kurz nach dem Zusammenpacken fuhren auch schon die Busse um die Ecke, noch war dieser Flug mit 117km besonders weit, aber das einmalige Erlebnis, von einer Flugreise zurück an den Ausgangsort zu fliegen, war einfach der Hammer!

Pit Vollenweider, 03.09.2022.

Als nächstes lade ich Thomas Schneider, gemäss aktuellem DCZO-XContest der nächste im Bunde 😉, dazu ein mit uns ein tolles Flugerlebnis zu teilen.

Track

Flugsimulation

Von der Scheidegg nach Obergurgel (A) — Christoph Richert / 06.07.2022
Das Flugwetter im Juni liess etwas zu wünschen übrig, und so trafen sich viele Streckenflughungrige am 6. Juli auf der Scheidegg. Die Streckenflugprognosen liessen zumindest wieder einmal Hoffnungen zu. Die Motivation und gute Laune am Startplatz war mitreissend, und so wagte ich mich bereits um 12:02 ohne Vorflieger in die Luft. Es sah zu diesem Zeitpunkt jedoch eher nach Gleitflugbedingungen aus, weshalb ich mich sehr freute, als ich nach fünf Minuten noch nicht im Hüebli stand, sondern in langsamem Steigen die Scheidegg überhöhen konnte. Bald wagten sich auch die nächsten Streckenflieger in die Luft und fanden auf Anhieb einen etwas besseren Schlauch. Nach einiger Zeit befanden wir uns zu dritt auf 1600 Meter, bereit, die erste Querung zum Schwarzenberg anzutreten. Es freute mich, mit Flavio die ersten Kilometer zu machen, wie gewohnt zum Atzmännig und dann über den Ricken; der Weg wurde uns von Quellwolken gut angezeigt. Glücklicherweise fand Flavio vor dem Restaurant Egg einen guten Schlauch, der uns von tief über dem Wald relativ effizient an die Basis brachte. Dort trennten sich unsere Wege dann, Flavio entschied sich für die vordere Krete in Richtung Hüsliberg, und ich hielt direkt auf den Speer zu. Die Wolken zeigten mir weiterhin gut den Weg, und so konnte ich um 13:00 neben dem Speer vorbeischlüpfen – die erste Hürde war geschafft. Wie so oft hats hinter dem Speer recht stark runtergespült, und ich musste mich auf der Südseite des Mattstocks erst einmal wieder langsam hochkämpfen. Da es aber nicht so richtig hoch ging, musste ich wieder einmal tief weiter ins Lee des Leistchamms. Nun hat der Spass begonnen. Wie immer war es dort ungemütlich, aber es ging immerhin zuverlässig hoch. Ich konnte mich entscheiden: entweder ins Luv auf die Nordseite der Churfirsten in den Schatten der Quellwolken, oder eben auf die sonnige Südseite, ins Lee. Ich entschied mich für die Südseite, was ich jedoch wenige Sekunden später wieder bereute. Es war richtig ungemütlich – zu tiefe Basis, um über den Gipfeln zu fliegen. Also folgendermassen vorankämpfen: Im Windschatten der Berge kurz entspannen, um beim nächsten Spalt wieder auf die Zähne zu beissen, denn der Nordwind pfiff stark durch die Spalten. Ein wahrer Kampf bis zum Gonzen, wo ich wieder an die immer noch tiefe Basis gelangte. Nun die Querung übers Rheintal: Mir erschien es utopisch, dieses breite Tal mit 2000 Metern Höhe zu queren. Da ich aber keine andere Chance hatte, versuchte ich es einfach. Zum Glück erwischte ich genau das richtige Eck im Liechtensteinischen und konnte von tief unten wieder hochsoaren. Nun war ich endlich so weit, die hohe Basis im Prättigau war zum Greifen nah. Auf dem Vario erst 2,5 Stunden, und ich war pitschnass geschwitzt von den Strapazen. Diese waren aber auch jetzt noch nicht ganz überstanden, gefühlt war ich einfach immer im Lee – Falknis, Vilan und Chrüz waren überspült und unangenehm. Erst ob Klosters konnte ich dann endlich mal einen Schlauch im Luv finden, der mich an die Wolkenbasis auf eine komfortable Höhe von über 3000 Metern brachte. Nun konnte ich unter den Wolken durchsurfen. Ich checkte die Windwerte, und dies zeigte mir schnell, dass zurückfliegen gegen den Wind nicht sinnvoll war. So gings in für mich unbekanntes Terrain: Ein kurzer Abstecher nach Österreich in Richtung Scuol – gewaltige Berge und zum Glück sogar etwas Thermik darüber. Dies war der Moment, als ich einen weiten Heimweg auf sicher hatte. Nun bombastische Bedingungen, und obwohl mir die Gegend nicht so bekannt war, fand ich die Thermik meist schnell und kam gut voran. So gings nicht lange, und ich war ein zweites Mal in Österreich. Ich kannte die Gegend nicht, doch auf XC Track sah ich Sölden angezeigt, was ich nun zu meinem Ziel machte. Atemberaubende Natur, die auf mich wartete – hohe Berge, riesige Gletscher und enge Täler, doch leider auch immer mehr Wolken, die der Sonne das Durchkommen langsam aber sicher verunmöglichten. Mit einer letzten Thermik gelang es mir ganz knapp, ins Ötztal zu schleichen. Nun war leider das ganze Tal im Schatten, und sehr starker Talwind oder Nordwestwind blies. Irgendwie wollte ich so nicht landen, und deshalb soarte ich mich von Bergflanke zu Bergflanke weiter ins Tal hinein. Im hintersten Dorf, in Obergurgel, zwischen Heuseilen und einem reissenden Bach, landete ich zufrieden. Nun wartete das nächste Abenteuer: Znacht suchen, und eventuell auch einen Schlafplatz. Alles hatte in diesem Feriendorf schon zu, doch ein älterer Mann nahm sich meiner an. Ich bekam seinen Proviant sowie 20 Euro, und er organisierte mir ein Zimmer. Schön, gibt es solche Menschen. Christoph Richert, 14.8.2022 Als nächstes lade ich Pit Vollenweider dazu ein, mit uns ein tolles Flugerlebnis zu teilen.

GÄSTEBUCH

Xerxes
Der Anfang ist gemacht
Bereits gestern hat sich der erste H&F - Sportler im „Gipfelbuch“ eingeschrieben!
Freitag, 23. September 2022

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