DCZO | GÄSTEBUCH
Thomas Kamps
Freitag, 15. Mai 2026
Wie genau ist unsere Thermikprognose?
Sali mitenand
Seit etwa anderthalb Jahren läuft für die Alp Scheidegg eine automatische Thermikprognose. Im vergangenen Jahr habe ich das Programm immer mal wieder modernisiert und verbessert. Mittlerweile sind Prognosen für insgesamt 10 Startplätze verfügbar. Jetzt im Frühling ist die Zeit gekommen die Prognosen auf den Prüfstand zu stellen.
Der harte und vermeintlich unbestechliche Test ist der Vergleich von XContest-Flügen gegen die prognostizierte Potentielle Flugdistanz (PFD). Hier kommt das Ergebnis!
Naja, nicht schlecht. Aber auch nicht umwerfend 😉. Manchmal stimmt es sehr gut, dann gibt es Tage, wo gute Thermik prognostiziert wurde, aber niemand geflogen ist. Vielleicht hatte niemand frei, die Bise hat einen Start verunmöglicht oder die Prognose war schlicht und einfach viel zu optimistisch. Das bleibt leider offen.
Im Eintrag weiter unten ist die gleiche Auswertung für die Riederalp / Fiesch. Dort gibt es unzählige Flüge! Hier fliegt immer irgendjemand 😉 Auch hier stimmt die PFD oftmals recht gut, aber es Ausreisser. Im frühen Frühling ist die Prognose zu pessimistisch – das kann ich verbessern.
Was zu meiner Überraschung gut funktioniert, ist dass die Prognose recht stetig ist. Wenn man heute auf den übernächsten Tag prognostiziert, weicht die PFD im Schnitt um bis zu 18 km ab, von heute auf morgen nur noch um 9 km. Dieser Verdienst gilt natürlich dem ICON-Modell, welches qualitativ sehr konsistente Daten liefert.
Wer gut auf den Flug vorbereitet sein will, sollte sich immer noch selber seine eigenen Gedanken zu der Meteo-Situation machen. Das Modell kann schlicht nicht alles erfassen und das Wetter hält immer auch Überraschungen bereit.
Wie lese ich die Tabelle?
Auf der linken Seite sind die weitesten im XContest gefundenen Flüge dargestellt. Einmal die durchschnittliche Flugdistanz und dann noch die Länge des weitesten Fluges. Rechts ist die prognostizierte Flugdistanz. Und zwar in der Spalte -Day 0- die PFD des Flugtages vom Modelllauf um 6 Uhr morgens. In der Spalte -Day 1- ist die Prognose vom Vortag für den Flugtag und letztlich ist in der Spalte -Day 4- die Prognose vier Tage im Voraus für eben diesen Flugtag. Man kann also ablesen, wie sich die Prognose im Lauf der Tage verändert hat.
PS: der Rückblick auf alte Prognosen ist hier zu finden: https://dczo.ch/startseite-des-dczo/thermikprognose#rueckblick
Viel Spass mit den Daten und liebe Grüsse
Thomas
Seit etwa anderthalb Jahren läuft für die Alp Scheidegg eine automatische Thermikprognose. Im vergangenen Jahr habe ich das Programm immer mal wieder modernisiert und verbessert. Mittlerweile sind Prognosen für insgesamt 10 Startplätze verfügbar. Jetzt im Frühling ist die Zeit gekommen die Prognosen auf den Prüfstand zu stellen.
Der harte und vermeintlich unbestechliche Test ist der Vergleich von XContest-Flügen gegen die prognostizierte Potentielle Flugdistanz (PFD). Hier kommt das Ergebnis!
Naja, nicht schlecht. Aber auch nicht umwerfend 😉. Manchmal stimmt es sehr gut, dann gibt es Tage, wo gute Thermik prognostiziert wurde, aber niemand geflogen ist. Vielleicht hatte niemand frei, die Bise hat einen Start verunmöglicht oder die Prognose war schlicht und einfach viel zu optimistisch. Das bleibt leider offen.
Im Eintrag weiter unten ist die gleiche Auswertung für die Riederalp / Fiesch. Dort gibt es unzählige Flüge! Hier fliegt immer irgendjemand 😉 Auch hier stimmt die PFD oftmals recht gut, aber es Ausreisser. Im frühen Frühling ist die Prognose zu pessimistisch – das kann ich verbessern.
Was zu meiner Überraschung gut funktioniert, ist dass die Prognose recht stetig ist. Wenn man heute auf den übernächsten Tag prognostiziert, weicht die PFD im Schnitt um bis zu 18 km ab, von heute auf morgen nur noch um 9 km. Dieser Verdienst gilt natürlich dem ICON-Modell, welches qualitativ sehr konsistente Daten liefert.
Wer gut auf den Flug vorbereitet sein will, sollte sich immer noch selber seine eigenen Gedanken zu der Meteo-Situation machen. Das Modell kann schlicht nicht alles erfassen und das Wetter hält immer auch Überraschungen bereit.
Wie lese ich die Tabelle?
Auf der linken Seite sind die weitesten im XContest gefundenen Flüge dargestellt. Einmal die durchschnittliche Flugdistanz und dann noch die Länge des weitesten Fluges. Rechts ist die prognostizierte Flugdistanz. Und zwar in der Spalte -Day 0- die PFD des Flugtages vom Modelllauf um 6 Uhr morgens. In der Spalte -Day 1- ist die Prognose vom Vortag für den Flugtag und letztlich ist in der Spalte -Day 4- die Prognose vier Tage im Voraus für eben diesen Flugtag. Man kann also ablesen, wie sich die Prognose im Lauf der Tage verändert hat.
PS: der Rückblick auf alte Prognosen ist hier zu finden: https://dczo.ch/startseite-des-dczo/thermikprognose#rueckblick
Viel Spass mit den Daten und liebe Grüsse
Thomas

Thomas Kamps
Freitag, 15. Mai 2026
Wie genau ist unsere Thermikprognose (Teil2)
Erklärung weiter oben im nächsten Eintrag.
Thomas Kamps
Mittwoch, 29. April 2026
Neue Berichte, neue Bilder

Thomas Kamps
Dienstag, 21. April 2026
Der Nicht-Plan ist aufgegangen
Das ist mir noch nie passiert: bis zum Beginn von Go East hatte ich keine echten Plan für das diesjähriges Rennen. Ich wusste nur, dass ich es dieses Mal gemütlich nehmen will und meldete mich erstmals in der Plausch-Kategorie an. Wegen eines verunglückten Starts vor eine halben Jahr und einem geprellten Fuss, möchte ich den Fokus beim Fliegen mehr auf Genuss und Sicherheit legen und weniger auf die Strecke. Aber wie setzt man das um?
Nach dem Glockenläuten und Loslaufen in Wald kam dann der Moment, wo ich mir wirklich Gedanken mache musste, wohin meine Reise nun gehen sollte. Einige Piloten habe ich auf dem Weg nach ihrer Renntaktik gefragt, aber die meisten waren auch unentschieden und wollten am Ricken schauen, wohin die Reise geht. Somit fasste ich meinen Plan, vorerst einfach nicht abzusaufen - und das hat gepasst!
Was war da alles los am Start und auf der Scheidegg! Go East ist nochmals etwas grösser geworden und eine fröhliche und motivierte Truppe lief dort hinauf zum Start. Das Wetter versprach wirklich sehr gute Flugbedingungen, eigentlich die besten seit Beginn des gesamten Wettbewerbs. Es störte kaum, waren die Meteo-Aussichten auf den Sonntag verhalten.
Start
Oben angekommen starten nach nur einer halben Stunde die ersten Teilnehmer. Es ist nicht einmal 12 Uhr und es steigt! Irgendwann gegen 12:20 Uhr hält es mich auch nicht mehr am Boden und ich fliege los. Die erste Thermik ist schnell gepackt und wie jeder andere Teilnehmer bin auch ich sehr erleichtert, kann ich immer mehr Höhe machen. Dank des offenen Segelflugraumes sind 2'300 Meter erlaubt. Was für ein Luxus!
Schnell bin ich am Atzmännig, hier verpasse ich den Zyklus, habe aber noch komfortable 2'000 Meter Höhe und fliege zum Ricken. Hätte ich nicht besser nochmals ein Steigen gesucht? Für diesmal reicht die Höhe, über dem Regulastein steigt es. Knapp vor den 2'000 Metern ist die Thermik dann wie abgestellt und gleichzeitig hat es mich weit ins Toggenburg versetzt. Der Säntis thront prominent am Horizont und meine Vorflieger sind schon weit weg beim Speer. Ist das ein Zeichen? Die Entscheidung für den Säntis ist gefallen: Go East wird jetzt wörtlich genommen.
Wo ist meine Höhe?
Das Appenzell. Lieblich aber thermisch komplett unentschieden. Ich finde kein Steigen, kein Vogel zeigt mir, wo es hinaufgeht. Auf dem Weg in Richtung Hemberg sehe ich mich bereits am Boden. Vielleicht schaffe ich es noch über das nächste Tal. Dann, schon im Tal drin, beginnt es zu steigen. Eindrehen, erst sinkt, dann steigt es und jetzt nochmals und ich bin drin. Jetzt nur nicht den Schlauch verlieren. Ich denke an Kari Eisenhut der uns sagte: wenn es steigt, konzentriert ihr euch nur darauf. Ich lasse mich mit dem Schlauch versetzen und es hebt mich langsam aus dem Tal heraus. Glück gehabt! Weiter in Richtung Säntis! Aber das Steigen ist schon wieder vorbei. Vor der Schwägalp kommen sonnenexponierte Flanken. Hier geht es hinauf. Aber dieses Steigen ist ein Rodeo und den Schlauch nach ganz oben zur Basis finde ich nicht. Richtig sicher fühle ich mich erst beim Kronberg, wo ich einen guten Anschluss finde. Ab jetzt bin ich gerettet! Plötzlich kenne ich mich wieder aus. Kurz ist die Sicht frei zum Seealpsee. Wie lange war ich nicht mehr hier? Weiter geht's zur Ebenalp und dann zum Hohen Kasten. Der begrüsst mich endlich mit dem ersehnten Schlauch zur Basis. Danke! Was für ein Glück. Vor mir das Rheintal. Auf nach Osten!
Nach Österreich
Plötzlich ein feines Steigen mitten im breiten Tal. Ich dachte, ich hätte meinen Vorrat an Thermikglück bereits erschöpft, aber vielleicht geht es tatsächlich noch weiter. Mehr Steigen bei Frastanz und Nenzing, aber der Nordwest und der Talwind melden sich. Irgendwann nach drei Stunden reicht es mir dann auch. Ich lande sehr glücklich bei Bludesch im Vorarlberg. Von dort aus geht es zu Fuss mach Bludenz, wo eine Pizza und ein Bier warten. Im Go East Chat laufen die Drähte heiss. Von immer weiter weg kommen die Landefotos. Sehr zufrieden laufe ich noch in den Abend hinein ins Montafon. Nach vier Stunden ist es stockfinster und ich erreiche endlich Vandans, wo ich noch eine Unterkunft finde. Heute ist Feuerwehrfest. Mein Gastgeber lädt mich noch zu einem Bier ein und es ist ein schöner Ausklang eines langen Tages. Trotz der lauten Musik schlafe ich irgendwann ein. Am nächsten Morgen ist es draussen schon nass. Die angekündigte Front ist da. Gegen 8 Uhr laufe ich weiter in Richtung Schruns. Der damals geprellte Fuss meldet sich und am anderen Fuss habe ich eine Blase. Jetzt ist genug. Nach einem Kaffee in Schruns beende ich das Rennen. Es war ein tolles Erlebnis!
Glückwunsch und Dank
Allen, die mitgeholfen haben und mitgekommen sind! Danke euch für die super Stimmung. Herzlichen Glückwunsch an Jan, Gübi und Zumbi zu euren vorderen Plätzen. Herzliche Gratulation allen, die neue Bestleistungen erreicht haben und die bis Sonntag durchgehalten haben. Danke für eure Umsicht, es ist alles ohne Unfälle und Blessuren abgegangen. Es hat sehr viel Spass gemacht!
Nach dem Glockenläuten und Loslaufen in Wald kam dann der Moment, wo ich mir wirklich Gedanken mache musste, wohin meine Reise nun gehen sollte. Einige Piloten habe ich auf dem Weg nach ihrer Renntaktik gefragt, aber die meisten waren auch unentschieden und wollten am Ricken schauen, wohin die Reise geht. Somit fasste ich meinen Plan, vorerst einfach nicht abzusaufen - und das hat gepasst!
Was war da alles los am Start und auf der Scheidegg! Go East ist nochmals etwas grösser geworden und eine fröhliche und motivierte Truppe lief dort hinauf zum Start. Das Wetter versprach wirklich sehr gute Flugbedingungen, eigentlich die besten seit Beginn des gesamten Wettbewerbs. Es störte kaum, waren die Meteo-Aussichten auf den Sonntag verhalten.
Start
Oben angekommen starten nach nur einer halben Stunde die ersten Teilnehmer. Es ist nicht einmal 12 Uhr und es steigt! Irgendwann gegen 12:20 Uhr hält es mich auch nicht mehr am Boden und ich fliege los. Die erste Thermik ist schnell gepackt und wie jeder andere Teilnehmer bin auch ich sehr erleichtert, kann ich immer mehr Höhe machen. Dank des offenen Segelflugraumes sind 2'300 Meter erlaubt. Was für ein Luxus!
Schnell bin ich am Atzmännig, hier verpasse ich den Zyklus, habe aber noch komfortable 2'000 Meter Höhe und fliege zum Ricken. Hätte ich nicht besser nochmals ein Steigen gesucht? Für diesmal reicht die Höhe, über dem Regulastein steigt es. Knapp vor den 2'000 Metern ist die Thermik dann wie abgestellt und gleichzeitig hat es mich weit ins Toggenburg versetzt. Der Säntis thront prominent am Horizont und meine Vorflieger sind schon weit weg beim Speer. Ist das ein Zeichen? Die Entscheidung für den Säntis ist gefallen: Go East wird jetzt wörtlich genommen.
Wo ist meine Höhe?
Das Appenzell. Lieblich aber thermisch komplett unentschieden. Ich finde kein Steigen, kein Vogel zeigt mir, wo es hinaufgeht. Auf dem Weg in Richtung Hemberg sehe ich mich bereits am Boden. Vielleicht schaffe ich es noch über das nächste Tal. Dann, schon im Tal drin, beginnt es zu steigen. Eindrehen, erst sinkt, dann steigt es und jetzt nochmals und ich bin drin. Jetzt nur nicht den Schlauch verlieren. Ich denke an Kari Eisenhut der uns sagte: wenn es steigt, konzentriert ihr euch nur darauf. Ich lasse mich mit dem Schlauch versetzen und es hebt mich langsam aus dem Tal heraus. Glück gehabt! Weiter in Richtung Säntis! Aber das Steigen ist schon wieder vorbei. Vor der Schwägalp kommen sonnenexponierte Flanken. Hier geht es hinauf. Aber dieses Steigen ist ein Rodeo und den Schlauch nach ganz oben zur Basis finde ich nicht. Richtig sicher fühle ich mich erst beim Kronberg, wo ich einen guten Anschluss finde. Ab jetzt bin ich gerettet! Plötzlich kenne ich mich wieder aus. Kurz ist die Sicht frei zum Seealpsee. Wie lange war ich nicht mehr hier? Weiter geht's zur Ebenalp und dann zum Hohen Kasten. Der begrüsst mich endlich mit dem ersehnten Schlauch zur Basis. Danke! Was für ein Glück. Vor mir das Rheintal. Auf nach Osten!
Nach Österreich
Plötzlich ein feines Steigen mitten im breiten Tal. Ich dachte, ich hätte meinen Vorrat an Thermikglück bereits erschöpft, aber vielleicht geht es tatsächlich noch weiter. Mehr Steigen bei Frastanz und Nenzing, aber der Nordwest und der Talwind melden sich. Irgendwann nach drei Stunden reicht es mir dann auch. Ich lande sehr glücklich bei Bludesch im Vorarlberg. Von dort aus geht es zu Fuss mach Bludenz, wo eine Pizza und ein Bier warten. Im Go East Chat laufen die Drähte heiss. Von immer weiter weg kommen die Landefotos. Sehr zufrieden laufe ich noch in den Abend hinein ins Montafon. Nach vier Stunden ist es stockfinster und ich erreiche endlich Vandans, wo ich noch eine Unterkunft finde. Heute ist Feuerwehrfest. Mein Gastgeber lädt mich noch zu einem Bier ein und es ist ein schöner Ausklang eines langen Tages. Trotz der lauten Musik schlafe ich irgendwann ein. Am nächsten Morgen ist es draussen schon nass. Die angekündigte Front ist da. Gegen 8 Uhr laufe ich weiter in Richtung Schruns. Der damals geprellte Fuss meldet sich und am anderen Fuss habe ich eine Blase. Jetzt ist genug. Nach einem Kaffee in Schruns beende ich das Rennen. Es war ein tolles Erlebnis!
Glückwunsch und Dank
Allen, die mitgeholfen haben und mitgekommen sind! Danke euch für die super Stimmung. Herzlichen Glückwunsch an Jan, Gübi und Zumbi zu euren vorderen Plätzen. Herzliche Gratulation allen, die neue Bestleistungen erreicht haben und die bis Sonntag durchgehalten haben. Danke für eure Umsicht, es ist alles ohne Unfälle und Blessuren abgegangen. Es hat sehr viel Spass gemacht!

Franzi
Montag, 20. April 2026
Mein erstes Go East, mein erstes Mal Scheidegg!
Durch das Go East bin ich auf diesen Club aufmerksam geworden- und was soll ich sagen? So herzlich von so vielen Menschen begrüsst und in die Gruppe aufgenommen zu werden, war wirklich besonders!
Zwei Clubkollegen kannte ich zufällig schon durch ein Siku, aber das habe ich erst vor Ort erfahren.
Mein Plan war eigentlich im Vorfeld mal an der Scheidegg zu fliegen, aber der Weg aus Chur ist mir dann doch leider immer zu weit gewesen.
Also, alles neu! Aber durch nette einführende Worte ins Fluggebiet durch Thomas und meinem Mantra "was ich nicht fliege, laufe ich eben", bin ich dann doch recht gelassen an den Start.
Bloss nicht absaufen, Konzentration, den anderen hinterher, die wissen ja, was sie tun?
Kurz vor dem Speer ist es dann mit meiner Geduld vorbei und ich kürze zum Walensee bei der ersten Gelegenheit ab. Recht turbulent und nicht zu empfehlen, das nächste mal doch lieber so, wie die anderen.
Ein sehr spektakulärer Flug über dem Walensee folgt. Spektakulär ist es vor allem durch die niedrige Höhe gewesen... Thomas meinte zwar, dass man ja immer bequem auf der anderen Seite des Sees landen könnte... aber das hätte mir auf keinen Fall gereicht 😅😇 Also immer nach der Ausschau nach einem okayigen Landeplatz bis nach Walenstadtberg. Ab da zwar im bekannten Gebiet, aber unangenehme Leethermik, schon zu weit unter dem Grat. Muss das sein, frag ich mich. Nein. Also nur bis Sargans, dann landen.
Aber ich wollte doch so gerne ins Prättigau... weiter zu Fuss eben. Joggend und motiviert noch zumindest einen Abgleiter in Fanas zu erleben, geht mein Wettlauf gegen die Zeit los. Leider deswegen doch kein Glacé in Bad Ragaz, dafür der Abgleiter ab Fanas, der mich bis nach Schiers getragen hat.
Kurz nach meiner Landung standen schon zwei Kollegen mit Fondue und meinem Büssli bereit- wer hätte gedacht, dass ich so eine bequeme Nacht haben werde!
Eine Alp hinter Klosters war mein Ziel für den Sonntag. Verlockend waren die Berge linkerhand für einen Abgleiter, aber das wechselhafte Wetter hat mich dann doch im Tal gehalten.
Regenponcho, T-Shirt, Softshell... im Halbstundentakt konnte ich mein Outfit wechseln.
Nette Fotos aus dem Go East WhatsApp Chat, gefühlt die gesamte Produktpalette aus einer Bäckerei und eine Motivationsplaylist von meinen Fondue-Supportern haben die Laune oben gehalten.
Das nächste mal aber gerne lieber wieder das Prättigau von oben 😊
Ein tolles Event, mein Ziel fürs nächste Mal: mehr fliegen als wandern 😊
Danke für die ganze Organisation!
Zwei Clubkollegen kannte ich zufällig schon durch ein Siku, aber das habe ich erst vor Ort erfahren.
Mein Plan war eigentlich im Vorfeld mal an der Scheidegg zu fliegen, aber der Weg aus Chur ist mir dann doch leider immer zu weit gewesen.
Also, alles neu! Aber durch nette einführende Worte ins Fluggebiet durch Thomas und meinem Mantra "was ich nicht fliege, laufe ich eben", bin ich dann doch recht gelassen an den Start.
Bloss nicht absaufen, Konzentration, den anderen hinterher, die wissen ja, was sie tun?
Kurz vor dem Speer ist es dann mit meiner Geduld vorbei und ich kürze zum Walensee bei der ersten Gelegenheit ab. Recht turbulent und nicht zu empfehlen, das nächste mal doch lieber so, wie die anderen.
Ein sehr spektakulärer Flug über dem Walensee folgt. Spektakulär ist es vor allem durch die niedrige Höhe gewesen... Thomas meinte zwar, dass man ja immer bequem auf der anderen Seite des Sees landen könnte... aber das hätte mir auf keinen Fall gereicht 😅😇 Also immer nach der Ausschau nach einem okayigen Landeplatz bis nach Walenstadtberg. Ab da zwar im bekannten Gebiet, aber unangenehme Leethermik, schon zu weit unter dem Grat. Muss das sein, frag ich mich. Nein. Also nur bis Sargans, dann landen.
Aber ich wollte doch so gerne ins Prättigau... weiter zu Fuss eben. Joggend und motiviert noch zumindest einen Abgleiter in Fanas zu erleben, geht mein Wettlauf gegen die Zeit los. Leider deswegen doch kein Glacé in Bad Ragaz, dafür der Abgleiter ab Fanas, der mich bis nach Schiers getragen hat.
Kurz nach meiner Landung standen schon zwei Kollegen mit Fondue und meinem Büssli bereit- wer hätte gedacht, dass ich so eine bequeme Nacht haben werde!
Eine Alp hinter Klosters war mein Ziel für den Sonntag. Verlockend waren die Berge linkerhand für einen Abgleiter, aber das wechselhafte Wetter hat mich dann doch im Tal gehalten.
Regenponcho, T-Shirt, Softshell... im Halbstundentakt konnte ich mein Outfit wechseln.
Nette Fotos aus dem Go East WhatsApp Chat, gefühlt die gesamte Produktpalette aus einer Bäckerei und eine Motivationsplaylist von meinen Fondue-Supportern haben die Laune oben gehalten.
Das nächste mal aber gerne lieber wieder das Prättigau von oben 😊
Ein tolles Event, mein Ziel fürs nächste Mal: mehr fliegen als wandern 😊
Danke für die ganze Organisation!

Florian Brändli
Montag, 20. April 2026
Go East 26 mehr fliegen als wandern
Go East 26 Rennbericht
Für das diesjährige Go East 26 nutze ich das lange Osterwochenende für Lauf- und Flugtraining. Mir gefällt die wunderschöne Region um den Lac d’Annecy, somit kann ich mich vier Tage lang auf das Rennen vorbereiten.
Dieses Jahr habe ich zum zweiten Mal einen Supporter. Ich bespreche mit Remo die verschiedenen Varianten bei einem Nachtessen. Brauchen wir noch Schneeschuhe oder einen guten Regenschutz? Die Schneeschuhe lassen wir zu Hause – ob das ein guter oder schlechter Entscheid war, sehen wir später. Schnell wird uns klar, dass der Samstag fliegerisch nach einem potenziellen Hammer-Tag aussieht. Somit planen wir die Variante Engadin.
Am Samstag geht es los. Wir starten mit dem hike um 10:00 Uhr von Wald zur Alp Scheidegg. Geplanter Abflug ist um 12:00 Uhr. So können wir gemütlich wandern und das schöne Sagenraintobel geniessen. Auf der Alp Scheidegg erwarten uns schon viele Piloten und Zuschauer – schon fast X-Alps-Stimmung. Mein Göttimeitli kommt auch mit der Familie auf die Alp Scheidegg und feuert mich beim Start an.
Der Luftraum ist bis 2300m geöffnet – absoluter Luxus von der Scheidegg aus. Somit geht es direkt zum Atzmännig und danach über den Ricken. Gübi und Jan als Leader-Duo sehen schnell aus – einfach den Anschluss nicht verlieren, denke ich mir. Ich versuche, viel beschleunigt zu fliegen und nicht jede Thermik auszudrehen.
Vor den Churfirsten verliere ich Zeit. Zum ersten Mal während des Fluges schreie ich in die Luft, was ich da für einen «Seich» fliege. Ich schaue nach den Windwerten am Walensee und bei den Churfirsten und entscheide mich, direkt unter der Krete zu fliegen. Gübi und Jan sehe ich hoch über den Churfirsten – ob ich die noch einhole, frage ich mich.
Schnell geht es Richtung Gonzen, über das Rheintal und weiter zum Vilan. Ich merke, dass der Wind nun stärker wird, nutze ihn aber für die Prättigauer Autobahn.
Zeit, um mit meinem Supporter Remo zu kommunizieren, bleibt mir leider nicht, da ich schauen muss, dass mein Gleitschirm sauber über dem Kopf bleibt. Das Ampelsystem von Kari Eisenhut hilft mir – wir sind nun im orangen Bereich, zum Verschnaufen bleibt keine Zeit.
Der schwierigste Teil kommt aber erst noch: am Piz Linard vorbei ins Engadin. Bevor ich in der Nähe des Passes bin, schreie ich in die Luft: «Remo, du kannst auf den Autoverlad Vereina gehen!» Mit meinem Übermut verhaue ich die Querung ins Engadin. So gut geflogen – und innerhalb von zehn Minuten mache ich einen Fehler nach dem anderen.
Nun lande ich im Nirgendwo ohne Handyempfang. Letzte Nachricht von Remo: «Ich gseh dich nümm uf Burnair, alles klar?»
Ach du ******. Das Hochklettern im Schnee geht noch, aber mein Supporter bekommt hoffentlich keine Angst, dass mir etwas passiert ist. Für ein weiteres Mal in meinem Leben hätte sich ein Satellitentelefon gelohnt. Nach langem Marsch durch knietiefen Schnee erreiche ich einen Startplatz, der reicht, um aus diesem ruhigen Vernela-Tal zu starten.
In der Luft rufe ich sofort Remo an. Leider ist er schon im Engadin, und ich fliege zurück nach Klosters.
Die Wanderung nach Davos und über den Flüelapass ist mir jedoch zu weit. Ich entscheide mich, das diesjährige Go East zu beenden – mit einem gemütlichen Abendessen mit Remo.
Ich bedanke mich bei Remo für die super Unterstützung und natürlich bei Thomas Kamps für ein weiteres großartiges Go East.
Herzlichen Glückwunsch an alle die beim diesjährigen Abenteuer mitgemacht haben.
Cheers Flo Brändli
Für das diesjährige Go East 26 nutze ich das lange Osterwochenende für Lauf- und Flugtraining. Mir gefällt die wunderschöne Region um den Lac d’Annecy, somit kann ich mich vier Tage lang auf das Rennen vorbereiten.
Dieses Jahr habe ich zum zweiten Mal einen Supporter. Ich bespreche mit Remo die verschiedenen Varianten bei einem Nachtessen. Brauchen wir noch Schneeschuhe oder einen guten Regenschutz? Die Schneeschuhe lassen wir zu Hause – ob das ein guter oder schlechter Entscheid war, sehen wir später. Schnell wird uns klar, dass der Samstag fliegerisch nach einem potenziellen Hammer-Tag aussieht. Somit planen wir die Variante Engadin.
Am Samstag geht es los. Wir starten mit dem hike um 10:00 Uhr von Wald zur Alp Scheidegg. Geplanter Abflug ist um 12:00 Uhr. So können wir gemütlich wandern und das schöne Sagenraintobel geniessen. Auf der Alp Scheidegg erwarten uns schon viele Piloten und Zuschauer – schon fast X-Alps-Stimmung. Mein Göttimeitli kommt auch mit der Familie auf die Alp Scheidegg und feuert mich beim Start an.
Der Luftraum ist bis 2300m geöffnet – absoluter Luxus von der Scheidegg aus. Somit geht es direkt zum Atzmännig und danach über den Ricken. Gübi und Jan als Leader-Duo sehen schnell aus – einfach den Anschluss nicht verlieren, denke ich mir. Ich versuche, viel beschleunigt zu fliegen und nicht jede Thermik auszudrehen.
Vor den Churfirsten verliere ich Zeit. Zum ersten Mal während des Fluges schreie ich in die Luft, was ich da für einen «Seich» fliege. Ich schaue nach den Windwerten am Walensee und bei den Churfirsten und entscheide mich, direkt unter der Krete zu fliegen. Gübi und Jan sehe ich hoch über den Churfirsten – ob ich die noch einhole, frage ich mich.
Schnell geht es Richtung Gonzen, über das Rheintal und weiter zum Vilan. Ich merke, dass der Wind nun stärker wird, nutze ihn aber für die Prättigauer Autobahn.
Zeit, um mit meinem Supporter Remo zu kommunizieren, bleibt mir leider nicht, da ich schauen muss, dass mein Gleitschirm sauber über dem Kopf bleibt. Das Ampelsystem von Kari Eisenhut hilft mir – wir sind nun im orangen Bereich, zum Verschnaufen bleibt keine Zeit.
Der schwierigste Teil kommt aber erst noch: am Piz Linard vorbei ins Engadin. Bevor ich in der Nähe des Passes bin, schreie ich in die Luft: «Remo, du kannst auf den Autoverlad Vereina gehen!» Mit meinem Übermut verhaue ich die Querung ins Engadin. So gut geflogen – und innerhalb von zehn Minuten mache ich einen Fehler nach dem anderen.
Nun lande ich im Nirgendwo ohne Handyempfang. Letzte Nachricht von Remo: «Ich gseh dich nümm uf Burnair, alles klar?»
Ach du ******. Das Hochklettern im Schnee geht noch, aber mein Supporter bekommt hoffentlich keine Angst, dass mir etwas passiert ist. Für ein weiteres Mal in meinem Leben hätte sich ein Satellitentelefon gelohnt. Nach langem Marsch durch knietiefen Schnee erreiche ich einen Startplatz, der reicht, um aus diesem ruhigen Vernela-Tal zu starten.
In der Luft rufe ich sofort Remo an. Leider ist er schon im Engadin, und ich fliege zurück nach Klosters.
Die Wanderung nach Davos und über den Flüelapass ist mir jedoch zu weit. Ich entscheide mich, das diesjährige Go East zu beenden – mit einem gemütlichen Abendessen mit Remo.
Ich bedanke mich bei Remo für die super Unterstützung und natürlich bei Thomas Kamps für ein weiteres großartiges Go East.
Herzlichen Glückwunsch an alle die beim diesjährigen Abenteuer mitgemacht haben.
Cheers Flo Brändli

Andy B
Sonntag, 19. April 2026
Mein erstes Go East
Bereits dreimal hatte ich mich angemeldet und nie konnte ich teilnehmen. Beim vierten Mal sollte es endlich klappen. Nach einem anstrengenden Nachtdienst mit immerhin fünf Stunden Schlaf holte mich Luis bei der Arbeit ab – ohne Schirm. Nun gut, also noch einmal zurück nach Hause und den Schirm holen.
Pünktlich am Bahnhof Wald blieb noch Zeit für ein wenig Smalltalk mit Pit, Gübi, Zumbi und Thomas. Was für eine coole Truppe sich hier versammelt hat! Den Nussbiber habe ich dankbar für „schlimmere Zeiten“ eingepackt – doch die sollten gar nicht erst kommen. Der Hike war dem Motto „Plauschwettkampf“ angemessen. Oben angekommen, erwarteten uns schon die ersten Fans. Richtige X-Alps-Stimmung!
Der Start war für die Scheidegg untypisch einfach und direkt. Es ging sofort hoch auf 1.700 m. Doch warum waren alle anderen höher als ich? Nun ja, erst mal losfliegen Richtung Höchhand und dann nachdenken. Ach ja, Thomas meinte noch, dass eventuell die TMA Bachtel freigegeben wird. In der Luft kontrollierte ich kurz die WhatsApp-Nachrichten. Da stand es: „Bis 14:15 Uhr frei.“ Danke fürs Abklären und Posten! Gut, dass ich nicht abgesoffen bin, das hätte mich gewurmt.
Erstaunlich einfach ging es weiter, immer schön den Wolken nach. Beim Atzmännig war ich zum ersten Mal unsicher: Richtung Appenzell und dann ins Lechtal oder doch lieber zu den Churfirsten? Die Wolken sahen im Osten in diesem Moment besser aus, doch die meisten flogen über den Ricken. Da ich diese Variante noch nie bis zum Walensee geschafft hatte, kehrte ich kurzerhand um und entschloss mich, der Mehrheit zu folgen.
Nach der Ricken-Querung ging es beim Regelstein direkt mit 4 m/s hoch. Die meisten flogen klassisch Richtung Hüsliberg, doch die Wolken standen – etwas untypisch – nördlich vom Speer besser. So flogen Simon Gübeli und ich weiter nördlich durch. Das ging erstaunlich gut. Doch wie kommt man von dort wieder nach Amden? Ich entschloss mich für die mutige Variante, durch das Lee des Speers zu fliegen, da der Wind bis dahin nicht stark war. Natürlich wurde ich mit Sinken belohnt. Dass es aber so knapp würde, hätte ich nicht gedacht. Da schoss mir erst mal der Puls in die Höhe!
Glücklich, wieder Anschluss gefunden zu haben, verlief von da an alles sehr geschmeidig. Dank Thomas Schneider, dessen Track ich auf dem Handy verfolgen konnte, bin ich dann mutig und zum ersten Mal hoch über die Churfirsten gebrettert. Was für ein majestätisches Gefühl! Keine Turbulenzen und einfach nur wunderschön. Beim Gonzen erwischte ich ebenfalls zwei sanfte Schläuche, die mich hoch über das Rheintal haben blicken lassen. Die Querung war ein Genuss, allerdings bereits mit viel Rückenwind. Hier konnte ich Thomas kurz aufholen und beobachten, wie wild es am Falknis zuging. Das hiess: Taktik ändern, Achter fliegen und hochsoaren. Auch das war ein Genuss.
Im Prättigau war dann aber mental Schluss. Bei bis zu 28 km/h Rückenwind und integriertem Steigen von bis zu 6 m/s machte sich mein Schlafmangel bemerkbar. Ich hatte die Hose gestrichen voll und entschloss mich, Gübi nicht mehr ins Engadin zu folgen. Dieser Teil muss auf ein andermal warten.
Nach einer guten Landung in Klosters wanderte ich noch ein paar Meter Richtung Davos, um dort mit Luis und unserem Hund Bowie die Nacht im Camper direkt am Fluss zu verbringen.
Was für ein verrückter Flug! Ohne die Gruppe wäre ich – allein aus Respekt vor all den Gruselgeschichten – sicher wieder nicht über die Churfirsten geflogen. Dank dieses einmaligen Events, das von Thomas Kamps super organisiert wurde, konnte ich nicht nur meinen weitesten Flug von der Scheidegg realisieren, sondern mir auch einen Traum erfüllen. Danke für die tolle Stimmung und das super Club-Event!
Pünktlich am Bahnhof Wald blieb noch Zeit für ein wenig Smalltalk mit Pit, Gübi, Zumbi und Thomas. Was für eine coole Truppe sich hier versammelt hat! Den Nussbiber habe ich dankbar für „schlimmere Zeiten“ eingepackt – doch die sollten gar nicht erst kommen. Der Hike war dem Motto „Plauschwettkampf“ angemessen. Oben angekommen, erwarteten uns schon die ersten Fans. Richtige X-Alps-Stimmung!
Der Start war für die Scheidegg untypisch einfach und direkt. Es ging sofort hoch auf 1.700 m. Doch warum waren alle anderen höher als ich? Nun ja, erst mal losfliegen Richtung Höchhand und dann nachdenken. Ach ja, Thomas meinte noch, dass eventuell die TMA Bachtel freigegeben wird. In der Luft kontrollierte ich kurz die WhatsApp-Nachrichten. Da stand es: „Bis 14:15 Uhr frei.“ Danke fürs Abklären und Posten! Gut, dass ich nicht abgesoffen bin, das hätte mich gewurmt.
Erstaunlich einfach ging es weiter, immer schön den Wolken nach. Beim Atzmännig war ich zum ersten Mal unsicher: Richtung Appenzell und dann ins Lechtal oder doch lieber zu den Churfirsten? Die Wolken sahen im Osten in diesem Moment besser aus, doch die meisten flogen über den Ricken. Da ich diese Variante noch nie bis zum Walensee geschafft hatte, kehrte ich kurzerhand um und entschloss mich, der Mehrheit zu folgen.
Nach der Ricken-Querung ging es beim Regelstein direkt mit 4 m/s hoch. Die meisten flogen klassisch Richtung Hüsliberg, doch die Wolken standen – etwas untypisch – nördlich vom Speer besser. So flogen Simon Gübeli und ich weiter nördlich durch. Das ging erstaunlich gut. Doch wie kommt man von dort wieder nach Amden? Ich entschloss mich für die mutige Variante, durch das Lee des Speers zu fliegen, da der Wind bis dahin nicht stark war. Natürlich wurde ich mit Sinken belohnt. Dass es aber so knapp würde, hätte ich nicht gedacht. Da schoss mir erst mal der Puls in die Höhe!
Glücklich, wieder Anschluss gefunden zu haben, verlief von da an alles sehr geschmeidig. Dank Thomas Schneider, dessen Track ich auf dem Handy verfolgen konnte, bin ich dann mutig und zum ersten Mal hoch über die Churfirsten gebrettert. Was für ein majestätisches Gefühl! Keine Turbulenzen und einfach nur wunderschön. Beim Gonzen erwischte ich ebenfalls zwei sanfte Schläuche, die mich hoch über das Rheintal haben blicken lassen. Die Querung war ein Genuss, allerdings bereits mit viel Rückenwind. Hier konnte ich Thomas kurz aufholen und beobachten, wie wild es am Falknis zuging. Das hiess: Taktik ändern, Achter fliegen und hochsoaren. Auch das war ein Genuss.
Im Prättigau war dann aber mental Schluss. Bei bis zu 28 km/h Rückenwind und integriertem Steigen von bis zu 6 m/s machte sich mein Schlafmangel bemerkbar. Ich hatte die Hose gestrichen voll und entschloss mich, Gübi nicht mehr ins Engadin zu folgen. Dieser Teil muss auf ein andermal warten.
Nach einer guten Landung in Klosters wanderte ich noch ein paar Meter Richtung Davos, um dort mit Luis und unserem Hund Bowie die Nacht im Camper direkt am Fluss zu verbringen.
Was für ein verrückter Flug! Ohne die Gruppe wäre ich – allein aus Respekt vor all den Gruselgeschichten – sicher wieder nicht über die Churfirsten geflogen. Dank dieses einmaligen Events, das von Thomas Kamps super organisiert wurde, konnte ich nicht nur meinen weitesten Flug von der Scheidegg realisieren, sondern mir auch einen Traum erfüllen. Danke für die tolle Stimmung und das super Club-Event!
David
Sonntag, 19. April 2026
Go East :)
Ein grossartiger Flugtag gestern! So weit bin ich ab der Alp Scheidegg noch nie gekommen, tolle Bedingungen, besonders zusammen mit den Mitfliegern. Erst nach Amden hat sich die Gruppe ganz aufgelöst.
Und heute schönes Wanderwetter
Viel Spass und Energie allen die noch dran sind!
Und heute schönes Wanderwetter

Viel Spass und Energie allen die noch dran sind!

Thomas Kamps
Sonntag, 19. April 2026
Unser Go East Grüppli
Wenn ich richtig zähle, waren wir fast dreissig und wir hatten am Samstag wunderbare Thermik in den Voralpen und starke Bedingungen mit Wind und kräftiger Thermik in den Alpen. Heute, naja. Das Rennen läuft noch. Stay tuned

Jan
Sonntag, 19. April 2026
Ricken
Rickenquerung mit offenem Luftraum ein Genuss🤩🚀

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