Delta Club Zürcher Oberland News

27. Juli - 1. August 2021
Michael Gübeli


Swiss Open - Fiesch

Swiss Open Flymaster Livetracking:
lt.flymaster.net/bs.php?grp=3947

26.7 alle sind sicher und gesund im Wallis eingetroffen und wurden sogar mit trockenem Wetter belohnt so dass wir noch fliegen konnten bevor es um 18:00 zum Einschreiben ging. Die folgenden Tage sehen nicht optimal aus jedoch sind dies nur Prognosen und wir hoffen auf gutes Wetter.

Dieses Jahr sind 6 Piloten aus dem DCZO am Start

Karl Capiaghi
Pit Vollenweider
Hans-peter Keller
Michael Gübeli
Christoph Richert
Nicolas Huber

27. Juli - Task 1
Der erste Task ist nicht einfach für die Tasksetter.
Mit vielen Wolken und hoher Regenwahrscheinlichkeit sind auch wir ziemlich angespannt.

10:30 Takeoff Windows open.
einer nach dem andern geht in die Luft, zaghaft steigt es und leider schaffen es nicht alle.

11:15 Air Start.
das Rennen hat begonnen, fürs Wallis ein relativ kurzes hin und her, Riederalp über den Startplatz nach Bellwald zurück nach Bettmeralp und dann über Bellwald nach Reckingen.

Rang 8 Overall - Christoph Richert ist ganz zufrieden und hofft auf Konstanz für die nächsten Tage

Rang 57 Overall - Michael Gübeli hatte Mühe um am Start zu steigen und vorne mitzumischen, konnte dann noch etwas aufholen, er stand dann aber zu früh am Boden und rutschte in der Tabelle zurück

Rang 69 Overall - Rang 8 Sport Hanspeter Keller der wilde Hund flog trotz Knoten in den C Leinen und den Bremsen verspätet los, aber bis ins Ziel.

Rang 81 Overall - Rang 17 Sport Nicolas Huber schneller Start, konservativ und vorsichtig geflogen - letzte Boje aufgrund Wetterbedenken ausgelassen und in Biel gelandet

Rang 92 Overall - Karl Capiaghi eigene Linie geflogen, die nächstes Mal bestimmt aufgeht

Rang 101 Overall - Rang 30 Sport Pit Vollenweider, ungünstiger Startzeitpunkt, direkt abgesoffen

28. Juli - Task 2 (CANCELLED)

 Entscheidung
****************
Nach vertiefter Diskussion hat das Taskkomitee beschlossen, den Tag abzusagen.

Dies aus folgenden Gründen:
1) Sicherheit:
Der Wind ist unberechenbar.
- Lees
- Auch wenn der Task gestoppt wird, bleibt die Landung allenfalls heikel
2) Luftraum:
- bei tiefer Basis über den Luftraum Münster fliegen zu lassen führt beinahe sicher zu Luftraumverletzungen. Die Situation mit Münster ist im Moment angespannt. Luftraumverletzungen müssen unbedingt vermieden werden.
- wenn der Task im Goms gestoppt wird, landen dutzende Piloten im Luftraum…
3) Sportlicher Wert:
Auch im besten Fall ist der sportliche Wert eines 35km-Rückenwindtaskes zweifelhaft.

29. Juli - Tag 3
Beim Briefing sah das Wetter ganz passabel aus, nur war die Basis noch recht tief.
Martin Schell machte uns darauf aufmerksam, dass ziemlich Wind und eine Warmluftadvektion aufkommt, so dass der Tag nicht so wird wie wir alle hofften.

Der Task: Riederalp, zurück über den Start nach Bellwald, wieder zur Bettmeralp und anschliessend Richtung Goms, auf die andere Talseite, bis nach Ulrichen.
Vergleichbar wie letztes Mal nur ein bisschen weiter, eine Querung mehr und störender Wind.
Dennoch haben wir Erfolge zu melden:

26. Rang Overall - Christoph Richert hat den Start optimal erwischt,  im Laufe des Rennen sind einige Fehler passiert, die ihn dann etwas zurückgeworfen haben, er ist aber doch versöhnlich im Goal.
30. Rang Overall - Michael Gübeli deutliche Steigerung und ganz zufrieden, obwohl besser gehts immer.
87. Rang Overall - 19. Rang Sport Pit Vollenweider auch mit deutlicher Steigerung, es hat leider nicht ganz bis ins Goal gereicht.
105. Rang Overall - 30.Rang Sport Nicolas Huber optimale Startposition, aber wegen schlechtem Gleiten im Gegenwind nicht zufrieden, aber sein eigenes Tagesziel erreicht.
108. Rang Overall - 35 Rang Sport Hanspeter Keller kam gut weg, doch bereits im Startpulk nervte er sich ab den anderen Piloten in der Luft. Dies zog sich weiter und nach längerem Strafsoaren bei Bellwald hat ihn das Landebier gerufen.
113. Rang Overall - Karl Capiaghi eigener Kommentar: „abgesoffen“

30. Juli - Tag 4
Der heutige Tag beginnt gut und optimistisch, doch nach dem Briefing zog sich die Wolken decke zu.
Kaum ein Pilot, auch Top Leute glaubten noch an einen machbaren Task.
Dennoch blieben der gesetzte Task und auch die Zeiten bestehen.

Dies führte 30 min vor Air Start zu Hektik am Startplatz und nur die erste Gruppe konnte überhöhen. Somit wurde es am Hang eng zum Drehen, Soaren und Ausweichen.

Für manch einer ein Grund direkt zu landen, zumal auch das Bauchgefühl nicht geheuer war.

26. Rang Overall - Christoph Richert.
50. Rang Overall – 10. Rang Sport - Pit Vollenweide30 min vor Air Start r
59. Rang Overall - Karl Capiaghi
63. Rang Overall – 18. Rang Sport - Hanspeter Keller
63. Rang Overall – 18. Rang Sport - Nicolas Huber
63. Rang Overall - Michael Gübeli

12. + 13. Juni 2021
Michael Gübeli


Swiss Cup - Engelberg

1. Offizieller Task:
Um 6.20 ging es mit Hampi`s Camper los in Richtung Engelberg nachdem alle abgeholt und eingeladen wurden. 8:30 Einschreiben und bezahlen für den Swisscup und ab auf di bahn zur Brunnihütte. 10:30 Task briefing von Martin Scheel mit Meteo und route, diese hatte es in sich. 11:45 Air Start ab zum Titlis was nicht einfach war, mit 88 Piloten/innen. 
Zurück über den Startplatz bis zum Haldigrat, danach kam die Talquerung und wir flogen Richtung Sarnen dem Gelände entlang, über den Brünig bis ans Brienzerrothorn.  Ab da gab es grossflächige Abschattungen, dies erschwerte die Aufgabe via. Schluchberg ins Ziel nach Engelberg.

Task 1 Resultate:
Christian Zumbach  (@zumbii_chris ) zum 6. Rang in der Sport Klasse.
Hans-peter Keller (@hampeli ) zum 15. Rang in der Sport Klasse.
Peter Vollenweider (@pit_vollenweider ) zum 32. Rang in der Sport Klasse.
Nicolas Huber (@nicolas_paragliding ) zum 34. Rang in der Sport Klasse.
Michael Gübeli  @flygubi ) zum 17. Rang in der Open Klasse

2. Offizieller Task:
Bei Briefing klebte die Wolkenbasis auf ca. 1900 MüM. Doch Martin meint im Meteo Briefing die Basis steigt noch bis auf 2700, mehr Wind als gestern und immer noch diese Nordtendenz. Darum wurde ein kleiner Task ausgesteckt 53km. Dieser ging mit einem Enter Zylinder Richtung Surenpass los. Tief über Grund wurde mit Vollgas dem Gelände nachgeheitzt, ein Spektakel!
Dann an die Ostwand vom Titlis was nicht einfach war, da die Basis immer noch auf 2000 Meter wahr und der Radius des Wendepunkts auf 1950 Meter. Dies war für die Sportklasse eine nahezu unmögliche sache und somit war für sie das rennen praktisch gelaufen.
Der Rest flog über den Startplatz um dann via Fürenalp nochmals dieselbe Boje am Titlis zu holen. Talauswerts an den Gummen und ab ins ESS (End of Speed Section) an der Titlisschanze.

Hart aber schön:
Michael Gübeli (@flygubi ) - 17. Rang in der Open Klasse von 50
Pit Vollenweider (@pit_vollenweider ) - 13 Rang in der Sport Klasse von 39
Christian Zumbach  (@zumbii_chris ) -21 Rang in der Sport Klasse.
Hans-peter Keller (@hampeli ) - 25. Rang in der Sport Klasse.
Nicolas Huber (@nicolas_paragliding ) - 33. Rang in der Sport Klasse. 

30. April 2021


LUFTRAUMVERLETZUNGEN

WICHTIGE INFORMATION BETREFFEND LUFTRAUMVERLETZUNGEN IM FLUGGEBIET SCHEIDEGG

Leider sind in letzter Zeit wiederholt Luftraumverletzungen im von uns betreuten Fluggebiet Alp Scheidegg beobachtet und gemeldet worden. Als Beispiel: 27. April 2021, nahe Kreuzung eines auf Höhe 6000f (= 1829 m) im IFR-Verfahren befindlichen Eurocopters der Armee mit einem auf Höhe 5800f (= 1768 m) fliegenden Paragleiter in der TMA (Luftraum D) südlich Fischenthal, durch Ausweichmanöver des Helis entschärft um einen sehr nahen Überflug zu verhindern.
 
Verschiedentlich sind massive Luftraumverletzungen aufgetreten. Einige davon sind durch Fakten belegt. Auch haben Piloten von ihrer Frustration berichtet, in ihrem Bemühen um Einhaltung der maximal erlaubten Flughöhe (in vielen Bereichen unseres Gebietes 1700 Meter über Meer, siehe Luftraumkarten) von anderen Piloten überflogen worden zu sein, die Hunderte von Metern höher als erlaubt unterwegs waren. Das Aufkommen von Ärger und Unverständnis ist nachvollziehbar und einer guten Stimmung unter uns Fliegenden abträglich.
Der DCZO hat laut Statuten unter anderem die Interessen des Hängegleitersportes im lokalen Bereich zu vertreten. Dazu gehört, den Erhalt und Fortbestand des Fluggebietes zu sichern. Es darf nicht sein, dass einzelne Pilotinnen oder Piloten durch inkorrektes Verhalten das Ansehen und die Interessen des DCZO oder der anderen Fliegenden schädigen. Das Verhalten von Pilotinnen und Piloten wird an den herrschenden Gesetzen gemessen. Ob die Regeln vom Einzelnen als sinnvoll oder nicht empfunden werden, spielt keine Rolle. Alle, egal ob Clubmitglied oder Gast, haben sich zu informieren, in welchen Lufträumen sie sich überhaupt bewegen dürfen und ihre Flüge entsprechend durchzuführen. Unkenntnis der Regeln oder Unvermögen, sie zu befolgen, sind keine Entschuldigungsgründe.
 
Luftraumverletzungen können den Erhalt des Fluggebietes gefährden.Wie bekannt sein dürfte, ist die Neuorganisation der Lufträume im Raum Zürich im Gange. Verschiedene Aviatikkreise versuchen ihre Bedürfnisse einzubringen. Viele Ansprüche schliessen sich gegenseitig aus, eine einvernehmliche Lösung ist nicht einfach zu finden. Ein erster Entwurf hätte dazu geführt, dass Gleitschirmfliegen in unserem Gebiet nahezu unmöglich geworden wären (beispielsweise CTR unmittelbar bei Landeplatz Hüebli beginnend). Die Verhandlungen laufen weiter, SHV und regionale Clubs versuchen vehement ihre Interessen einzubringen und Verbesserungen in unserem Sinne zu erwirken. Definitiv ist nichts, die dritte Version sollte eigentlich Ende April veröffentlicht werden.
 
Es leuchtet ein, dass unsere Argumentationslage für das Aushandeln besserer Bedingungen für unseren Sport schwach ist, wenn in gewissen Aviatikgruppen die Meinung verbreitet ist, dass Paragleiter Fliegende schon jetzt die Gesetzeslage missachten und in Lufträumen unterwegs sind, in denen sie nichts zu suchen haben. Vollends schwierig wird es, wenn dafür auch noch Meldungen und Belege für Luftraumverletzungen vorliegen.
 
Nochmals: Die meisten Fliegenden auf der Alp Scheidegg fliegen verantwortungsvoll, sicher, bewusst und halten sich an die Regeln, dafür bedanken wir uns. Solche Pilotinnen und Piloten sind herzlich willkommen. Es ist aber nicht akzeptierbar, dass einige wenige durch egoistisches oder fahrlässiges Verhalten möglicherweise Einschränkungen für alle verursachen. Wer nicht bereit ist, die Regeln einzuhalten, ist in unserem Fluggebiet nicht tragbar.
 
Happy Landing
Vorstand DCZO